Esport-Talk

Esport soll in Deutschland endlich als Sport anerkannt werden

Der 7. Februar dürfte für die Gamer-Gemeinschaft in Deutschland in die Geschichte eingehen. Nach langen Verhandlungen von CDU/CSU und SPD scheint man sich auf einen Koalitionsvertrag geeinigt zu haben. Überraschenderweise dürfte auch der Esport davon profitieren und wird künftig als Sportart anerkannt. Noch ist nichts in trockenen Tüchern, doch nach Jahren des Kämpfens und Ringens, scheint die Szene nun endlich Gehör gefunden zu haben.

Strömen bald die Förderungen?

Verantwortlich für diese Entwicklung zeichnet sich die Arbeitsgruppe „Digitales“, welche von Helge Braun (CDU), Dorothee Bär (CSU) und Lars Klingbeil (SPD) geleitet wurde. Man einigte sich darauf, den Standort Deutschland massiv zu fördern. Davon soll nicht nur die hiesige Esport-Szene betroffen sein.

Auch Spieleentwickler sollen von dem Schwung nach vorne profitieren. Damit soll Deutschland international – vor allem im europäischen Raum – wettbewerbsfähiger werden. Bär erläuterte, dass „Computerspiele endlich den Stellenwert bekommen, den sie längst haben sollten.“ Gleichzeitig werde man massiv in den Ausbau der Netzstruktur in Deutschland investieren. 10 bis 12 Milliarden Euro werde die Bundesregierung demnach bereitstellen, um flächendeckend das Glasfasernetz zu etablieren.

Aus unserer Sicht dürfte das Herzstück des Koalitionspapiers jedoch der Esport-Paragraph sein. Wörtlich heißt es dort:

„Wir erkennen die wachsende Bedeutung der E-Sport-Landschaft in Deutschland an. Da E-Sport wichtige Fähigkeiten schult, die nicht nur in der digitalen Welt von Bedeutung sind, Training und Sportstrukturen erfordert, werden wir e-Sport künftig vollständig als eigene Sportart mit Vereins- und Verbandsrecht anerkennen und bei der Schaffung einer olympischen Perspektive unterstützen.“

Damit wurde ein Gordischer Knoten zerschnitten: Seit Jahren kämpfen Esport-Vereine dafür, als Sportvereine anerkannt zu werden, um den Nachwuchs und Amateure besser fördern zu können. Durch die neusten Entwicklungen werden also Gelder in das Vereins- und Verbandswesen fließen, die längst überfällig sind.

Hans Jagnow, seines Zeichens Präsident des Esport-Bundes Deutschland (ESBD), sprach von „ein[em] massive[n] Schritt nach vorne für den eSport in Deutschland.“

Esport-Talk meint:

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe „Digitales“ sind nicht nur ein wichtiger Schritt für die kompetitive Spielerschaft, sondern für Gamer und Entwickler im Allgemeinen. Videospiele waren in der Vergangenheit ein äußerst verpöntes Medium. Während man in den Mainstream-Medien die künstlerische und wirtschaftliche Bedeutung von Computerspielen oft kleinredete, fand gleichzeitig eine Verteufelung der Werke statt. Wer erinnert sich etwa nicht an die „Killerspiel“-Debatte, die über Jahre geführt wurde.

Obwohl sich die Situation in den letzten Jahren geändert hat, könnten die aktuellen Vereinbarungen Gaming und dem Esport einen riesigen Schub verpassen. Endlich nimmt man Spieler und Entwickler ernster und gesteht ihnen ihre Daseinsberechtigung auch von Seiten der Politik zu.

Die Anerkennung vom Esport als Sport ist ein Schritt in die richtige Richtung. Endlich werden Vereine gefördert, die bisher Trainer, Locations und Equipment selber organisieren (und oft auch selber bezahlen) mussten. Durch die Förderung an der Basis können nicht nur Nachwuchsspieler trainiert und geformt werden, auch die Akzeptanz gegenüber kompetitivem Gaming könnte damit gesteigert werden.

Auch die „Schaffung einer olymipischen Perspektive“ klingt durchaus interessant. Zwar hat der Esport bewiesen, dass er auch ohne Olympia gut zurechtkommt, wenn man die Größe der aktuellen Turniere betrachtet. Dennoch darf man nicht ignorieren, dass traditioneller und digitaler Sport voneinander profitieren können. Gerade für letzteren könnte es noch mehr Akzeptanz im Mainstream geben, wenn eine Integration als echter Sport gelingt.

Jetzt bleibt uns nur noch eins: Abzuwarten, dass die Theorie in die Tat umgesetzt wird. Noch ist der Koalitionsvertrag nicht von allen Seiten abgesegnet worden und wie treu die neue Regierung den Vorschlägen danach bleiben wird, steht auch noch in den Sternen. Trotzdem wagen wir es, nicht nur vorsichtig optimistisch zu bleiben.

Was meint ihr zu dem Esport-Paragraphen? War dieser Schritt notwendig? Wird Gaming nun auch in den Medien differenzierter und fairer repräsentiert? Und was haltet ihr vom Esport als potentieller Olympischer Disziplin?

Wir halten euch über aktuelle Entwicklungen natürlich auf dem Laufenden.

Preview: Esport-Talk auf der DreamHack Leipzig

Auch 2018 lassen wir es uns nicht nehmen, die DreamHack in Leipzig zu besuchen. Das Superevent, welches zu den bedeutendsten in ganz Deutschland gehört, bietet auch dieses Jahr wieder etwas für jeden Geschmack. Neben der Riesen-LAN und der Messe gibt es natürlich auch wieder reichlich Esport-Action. Grund genug, uns wieder einmal blicken zu lassen und euch live von der DreamHack zu berichten, die dieses Jahr vom 26. bis 28. Januar stattfindet.

Die Blizzard-Turniere

Die DreamHack gehört neben der ESL One und der IEM wohl zu den wichtigsten Franchises der Turnierlandschaft im Esport. Auch dieses Jahr werden dort wieder Wettbewerbe großer Titel ausgetragen. Das größte Interesse wird dabei wohl Blizzard erfahren.

Der amerikanische Spielehersteller ist gleich mit zwei Titeln vertreten: Hearthstone und StarCraft 2. Letzteres startet damit in die WCS Saison 2018 und fährt besonders große Geschütze auf. Internationale Stars wie Special, Neeb, Scarlett und Elazer konnten sich bereits qualifizieren. Sie sind jedoch nur die größten Namen eines ansonsten auch stark besetzten Turniers.

Zwar konnten sich in den Qualifiern keine Deutschen einen direkten Platz erspielen, dennoch haben sich unter anderem HeRoMaRinE, Lambo und TLO für den Open Qualifier angemeldet. Somit dürfen hiesige Fans weiterhin hoffen, dass einer ihrer Lokalmatadoren den Sieg erringt. Der Preispool beträgt über 100.000 $ und dürfte den Pros genügend Anreize geben, sich reichlich ins Zeug zu legen.

Obwohl das Hearthstone-Turnier, welches erstmals von der DreamHack selber ausgerichtet wird, einen weitaus geringeren Preispool auslobt, dürfte es spannend werden. Immerhin kriegt der Sieger 5000 $ auf sein Konto und darf sich Champion des ersten Win the Winter nennen. Bedenkt man dazu noch, wie viele Zuschauer Hearthstone auf Twitch regelmäßig anlockt, könnte dieser Wettbewerb der heimliche Star der DreamHack werden.

Andere Turniere

League of Legends ist ebenfalls mit einem kleinen Turnier vertreten. Der ROG League of Legends Cup ist explizit für Community-Teams ausgeschrieben. Da die großen Teams ohnehin gerade mit der LCS beschäftigt sind, bietet die DreamHack hier Amateur-Teams die Möglichkeit, erste Erfahrungen im Esport zu machen. Das spiegelt sich auch im Preispool wider: Während die Sieger noch 2500 $ Preisgeld bekommen, gibt es für die Plätze darunter hochwertige Sachpreise.

Auch wenn dieses Format vielleicht nicht Spiele auf allerhöchstem Niveau zeigen wird, werden wir hier sicherlich die ein oder anderen Talente sehen, die bald ganz groß rauskommen könnten.

Zwei weitere Titel werden ebenfalls noch von der DreamHack groß beworben: Pokèmon, welches sowohl als Karten- als auch als Videospiel gezockt wird, und Rocket League, ergänzen das Esport-Profil des Events. Gerade beim letzteren sind auch wieder bekannte Teams wie Fnatic, Splyce und EnVyUs vertreten, die sich um einen Preispool von immerhin 50.000 $ streiten werden.

Esport-Talk auf der DreamHack!

Wie bereits erwähnt, sind wir auch wieder einmal mit von der Partie. Wir werden uns mit Größen der Szenen und Fans treffen, plaudern, schreiben, Interviews führen und natürlich die Esport-Atmosphäre schnuppern.

Während und nach des Events werden wir weiteren coolen Content veröffentlichen. Wenn ihr immer auf dem Laufenden sein wollt, solltet ihr am besten unserer Facebook– und unserer Twitter-Seite folgen.

Esport-Talk im Esport-Talk bei clikr

 

Unsere heutige Ausgabe ist etwas ganz besonderes. Denn Martin und Phillip sind diesmal nicht für das Fragen von Fragen, sondern für deren Beantwortung verantwortlich! Im Gespräch mit den Jungs von clikr berichten die beiden Esport-Talk-Founder von ihren frühen Tagen in der Szene und wie ihr Podcast-Projekt zustande kam. Dabei versuchen sie in einer interessanten Diskussion sich dem Begriff ‚Esport‘ zu nähern und ihm eine passende Definition zu geben.

Phillip, der schon seit 2010 in der Szene tätig ist, zeichnet zudem den Weg des kompetitiven Gamings nach und erläutert, was sich denn alles in den letzten Jahren getan hat. Außerdem gehen sie der Frage nach, was macht ein gutes Esport-Spiel aus, wie wird es zu einer festen Größe in der Szene und wie wichtig ist die Narrative für das Wachstum eines Spiels?

Natürlich wird dabei auch der Status als Volkssport genauer betrachtet. Wieso ist die Akzeptanz gegenüber Esport noch so gering, obwohl sich hierzulande tausende Zuschauer über die Spiele erfreuen und Organisationen wie die Kölner ESL mittlerweile weltweit operieren? Besonders wichtig ist dabei das Sponsoring großer Firmen, die viel Geld in die Teams und Spieler stecken und das Engagement der Spieleschmieden wie Blizzard, Riot oder Valve. Wer also das 1×1 des Esports nicht kennt und außerdem wissen möchte, wer hier sonst immer den Laden am Laufen hält, sollte unbedingt einschalten. Viel Spaß!

Hier gehts zu den Jungs von Clikr:

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Ultra-Poke Pantheon | How to Play: Pantheon TopLane | feat. Kirito

Mein heutiger Sensei ist David Koppmann auch besser bekannt als Kirito! Er ist professioneller League of Legends Spieler bei Attempting to Reconnect und nimmt dort die Position des Top-Laners ein. Nicht nur zeigt er mir wie ich bis zum Anschlag mit Pantheon rasieren kann, auch gehen wir auf das neue Runen System ein das uns die Pre Season beschert hat. Viel Spaß und hoffe ihr könnt was lernen. 🙂

Kenne deinen Platz! Der WoT Panzerguide

In World of Tanks kann man leicht seinen Tod finden, wenn man alleine losfährt oder zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Durch unnötige Tode kann das Team schnell in sich zusammenstürzen. Zwei, drei Panzer verlieren, ohne dass ein feindlicher Panzer in die Luft gejagt wird, ist ein furchtbares Gefühl für das Team und ist meist der Anfang vom Ende. Es heißt Nerven bewahren und seine Rolle kennen. Es gibt in World of Tanks (WoT) fünf verschiedene Panzerklassen. Leichte, Mittlere und Schwere Panzer, gefolgt von Jagdpanzern und Selbstfahrlafetten. Doch welche Rolle nehmen die verschiedenen Panzer in der Spielwelt von WoT ein? Dieser Guide soll dabei helfen, um dir und deinem Team es einfacher zu machen indem du deine Rolle verstehst und richtig einnimmst. Bessere Spiele, mehr Geld und mehr XP werden der Lohn dafür sein.

Die Katze: Leichte Panzer:

Leichte Panzer haben im Spiel die schnellsten Motoren, eine kleine Hitbox und haben sehr gute Tarnwerte. Mit ihrer Geschwindigkeit und Tarnung können sie sehr nah an den Feind heranfahren, ihn aufdecken und dann hinter einen Stein oder andern Schutz  abdüsen . Und somit wurde auch schon der primäre Nutzen eines leichten Panzers offengelegt: Scouten.

Ohne den leichten Panzer kann man im Team recht wenig machen. Zu unsicher und zu unvorbereitet tappt man ins Dunkel und wird schnell in einer doch recht ungünstigen Position angetroffen. Mir selbst ist es schon oft passiert, dass ich mich nicht auf die Arbeit der leichten Panzer verlassen habe und alleine losgezogen bin. Das Ergebnis war immer dasselbe. Aus dem Nichts landen die Geschosse von mindestens fünf feindlichen Panzern um mich herum und auf mir; der Tod erfolgt meist zugleich. Hätte ich mich auf die leichten Panzer verlassen, hätte ich schon viel mehr Gegner abgeschossen.

Wie bei jedem Spiel, das Strategie in der einen oder anderen Art beinhaltet, ist es sehr vorteilhaft zu wissen, wo die Feinde stehen und genau das ist die Aufgabe der Leichten Panzer. Doch hat das leichte Gewicht und die daraus folgende Geschwindigkeit einen hohen Preis: Die Panzerung des leichten Panzers ist sehr dünn und kann sehr leicht auch von HE-Geschossen penetriert werden. Somit ist der Leichte Panzer schwer beschädigt, sollte ein Treffer gelandet werden. Die Besatzung kann leicht verletzt werden und Module können schnell beschädigt oder zerstört werden. Wenn dem leichten Panzer eine Kette abgeschossen wird oder der Motor schaden nimmt, kann man sein letztes Gebet aufsagen. Auch ist die Bewaffnung eher schwach, mit kleinen Kaliber und kurzer Nachladezeit.

Zusammengefasst:

Vorteile:

  • Schnell
  • Gut getarnt
  • Gute Wendigkeit
  • Schwer zu treffen
  • Schnelles Nachladen

Nachteile:

  • Wenig Treffpunkte
  • Wenig Schaden
  • Schlechte Panzerung
  • Position an der Front

 

Der Alleskönner: Mittlere Panzer:

Es gibt ein schönes englisches Sprichwort, dass auf die Mittleren Panzer passt wie die Faust auf’s Auge: “A Jack of all trades is a master of none, but is oftentimes better than a master of one.“ In das Deutsche übersetzt lautet es in etwa so viel wie: “Jemand, der in allem gut ist, ist in jeder einzelnen Kategorie zwar schlechter als ein Meister, ist aber oft besser als ein Meister der nur eines kann.“ Genau das ist der mittlere Panzer.

Er hat etwas bessere Tarnwerte als der Leichte Panzer, ist schwerer und bewegt sich langsamer. Er teilt mehr Schaden aus, hat mehr Panzerung und somit eine bessere Chance auf Abpraller. Seine Aufgabe auf dem Feld kann man nicht mit einem Wort zusammenfassen. Vielmehr muss der Mittlere Panzer in die Bresche springen, wenn der leichte an seine Grenzen stößt. Er hält deutlich mehr aus, so muss er die leichten, die in Bredouille geraten sind, schützen, indem er sich strategisch als Ziel darstellt oder den Feind ausschaltet. Allerdings sind die mittleren Panzer auch der Konter zu Jagdpanzern. Diese werdenvon den mittleren Panzern ausmanövriert und somit zerstört.

Ein leichter Panzer kann den Schaden nicht aufbringen, um einen Jagdpanzer schnell genug zu zerstören, ein schwerer Panzer ist tot bevor er überhaupt beim Jagdpanzer ankommt. Somit bleibt es dem mittleren Panzer überlassen, mit Jagdpanzern kurzen Prozess zu machen. In der Essenz sind die mittleren Panzer eine aufgerüstete Version der leichten und können diese auch ersetzen, sollte es dazu kommen. Sollte die Kette mal abgeschossen werden, kann der mittlere bestehen, da es wahrscheinlich Abpraller geben wird. Es ist deutlich weniger wahrscheinlich, dass Besatzung verletzt oder Ausrüstung zerstört wird, dennoch sollte man es durch schlechte Positionierung und Entscheidungen nicht provozieren.

Zusammengefasst:

Vorteile

  • Vergleichsweise schnell
  • Annehmbare Panzerung
  • Annehmbare Bewaffnung
  • Vielseitig einsetzbar

Nachteile

  • Kein Spezialgebiet
  • Position an der Front

Der Dicke: Schwere Panzer

Schwere Panzer sind die Mammuts des Schlachtfeldes.Sie sind deutlich größer und wiegen deutlich mehr. Die großen Motoren schaffen es nicht, den Panzer auf absonderlich hohe Geschwindigkeit zu bringen, doch treiben sie ihn stetig langsam und gemütlich vorwärts. Man will ja nichts überstürzen. Doch lohnt es sich für sie, wenn sie mal eine Position erreicht haben. Sie sollten der Triebkopf jedes Pushes sein, denn, wie der Name schon sagt und ein aufmerksamer Leser selbst feststellen kann, haben die schweren Panzer die höchsten Werte, was die Panzerung und die Trefferpunkte angeht.

Auch verfügensie über große Kanonen, deren Schaden grundsätzlich nicht zu unterschätzen ist und nur von den beiden noch folgenden Panzern in den Schatten gestellt werden kann. Der Schwere Panzer ist eine Wand aus Metall, die sich ohne Probleme in Richtung Gegner walzt. Der Haupteinsatzort des schweren Panzers ist, wie schon gesagt am Kopf eines Pushes, um den schwersten Schaden der eigentlich für andere bestimmt gewesen war abzufangen. Durch die hohe Anzahl an Trefferpunkten, die Penetrationen nicht allzu schlimm machen und einer starken Panzerung, die nicht einmal die Hälfte der Treffer durchlässt, stört gegnerischer Beschuss vergleichsweise wenig.

Wie auch bei League of Legends oder anderen Helden basierten Spielen ist ein Tank unabdinglich. Mit dem schweren Panzer kann man dieser Held für sein Team sein. Was man als schwerer Panzer jedoch nicht vergessen darf: Memento Mori. Bedenke, dass du sterblich bist.

Der schwere Panzer ist zwar stark gepanzert, doch hat er wie Siegfried grundsätzlich eine Schwäche: Die untere Wanne. Wenn man auf diese nicht aufpasst, kann man seinen Tod schneller finden als einem Lieb ist. Auch muss man auf den Winkel achten, um Abpraller wahrscheinlicher zu machen. Des Weiteren ist der schwere Panzer sehr anfällig für Jagdpanzer und Selbstfahrlafetten. Er ist einfach nicht schnell genug, um aus dem Feuer der Artillerie wirklich wegzukommen und hat einfach eine zu große Hitbox und ist, erneut, zu langsam, um sich dem Jagdpanzerfeuer zu entziehen. Wenn man seinen Panzer nicht richtig stellt, wird man einfach nur eine Piñata die XP und Geld fallen lässt.

Zusammengefasst:
Vorteile

  • Guter Schaden
  • Extrem gute Panzerung
  • Hohe Chance für Abpraller
  • Viele Trefferpunkte

Nachteile

  • Extrem langsam
  • Anfällig gegen Artillerie
  • Großes Ziel

 

Der Sniper: Jagdpanzer

Jedes Spiel braucht seine soliden Damage Dealer und wie man in der Erklärung zum schweren Panzer schon hat lesen können, sind die Jagdpanzer einer der Konter zum schweren Panzer. Genau genommen kontern die Jagdpanzer jeden Panzer, da sie enormen Schaden austeilen können. Jagdpanzer haben ein hohes Kaliber und eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Penetration. Durch das lange Rohr schaffen es die Geschosse auf eine hohe Geschwindigkeit. Mit dem Jagdpanzer kann man ganz einfach leichte, mittlere, schwere und andere Jagdpanzer ausschalten. Auch Selbstfahrlafetten sterben schnell gegen einen Jagdpanzer – sofern man es denn schafft, nah genug an eine heranzukommen.

Die Hauptrolle für den Jagdpanzer ist es ein leiser, ruhiger, geduldiger Scharfschütze zu sein, was auch dadurch unterstrichen wird, dass der Jagdpanzer mit Abstand die besten Tarnwerte beim Stillstehen hat. Er lässt die anderen Panzer vorfahren und wählt seine Ziele bewusst, um den meisten Schaden zu verursachen und hält sich aus direkten Feuergefechten raus. Jagdpanzer sinddie wohl am schwersten zu spielende Rolle, da sie auch sehr viel vom Spieler selbst abverlangen. Man muss viel Geduld haben und darf nicht nach vorne hetzen, sonst wird man sehr schnell zu einem sehr beliebten Ziel.

Die Mobilität von Jagdpanzern ist stark eingeschränkt. Zwar sind sie schneller als schwere Panzer, doch sind sie langsamer als mittlere. Der wohl größte Nachteil der Jagdpanzer ist, dass sie eine fest montierte Kanone haben die sich nicht um 360° drehen kann, wie bei den drei zuvor genannten Panzern. Zwar kann man gut Schaden austeilen, doch muss man den Gegner wirklich mit der Vorderseite ansehen, um schießen zu können. Wenn man einen Gegner zu weit leaden muss, dann stößt der Jagdpanzer an seine Grenzen, muss die Ketten bewegen und somit wird die Genauigkeit zurückgesetzt. Wieder ein paar Sekunden, die man ärgerlicherweise warten muss. Der Jagdpanzer hat vergleichsweise wenig Munition geladen, so kommen die, die gerne Spammen mit dem Jagdpanzer schnell an ihre Grenzen. Ein Panzer ohne Munition bringt dem Team nicht viel, also sollte man nur feuern, bei denen man sich auch sicher ist. Panzerung und Trefferpunkte lassen überdies zu wünschen übrig.

Zusammengefasst:

Vorteile:

  • Hoher Schadensoutput
  • Hohe Chance für Penetration
  • Hohe Chance Module zu beschädigen
  • Sehr gute Tarnwerte

Nachteile:

  • Langsamer Spielstil
  • Wenig Trefferpunkte
  • Keine Rotation in der primären Waffe
  • Wenig Munition.

Der Adler: Selbstfahrlafette

Was bekommt man, wenn man eine riesige Kan

one auf ein kleines Fahrgestell schraubt? Richtig: Jede Menge Wumms. Die Selbstfahrlafette ist die Artillerie in World of Tanks und hat eine große Rolle: Panzer aus großer Distanz in Schrott verwandeln. Sie kann die gesamte Karte betrachten und bei den meisten Karten mehr als die Hälfte abdecken. Die Selbstfahrlafette profitiert am meisten vom Scouting der leichten Panzer, da sie selbst sehr langsam ist, kaum Trefferpunkte hat, schlecht auf kurze Distanz zielen kann und nasse Telefonbücher als Panzerung verwendet.

Doch das alles wird durch die Vorteile der Selbstfahrlafette wett gemacht: Sie teilt unglaublichen Schaden gegen jeden Panzertypen aus und ein guter Treffer mit einer Granate kann leichte Panzer, Jagdpanzer und andere Lafetten mit einem Schuss zerstören. Mittlere und schwere Panzer werden schwer beschädigt, die Besatzung stirbt und Module werden untauglich gemacht. Auch kann die Artillerie mit Treffern oder Fast-Treffern die Besatzung betäuben, was eine Verlangsamung verursacht. Jedoch muss man, wie beim Jagdpanzer, aufpassen wie oft man schießt. Man hat nur wenig Munition und es kann leicht passieren, dass man seine gesamte Munition verbraucht hat. Allerdings lädt manche Artillerie eine halbe Minute nach, also sollte man seine Schüsse so oder so gut zielen. Der psychologische Effekt darf nicht unterschätzt werden. Wenn eine Artillerie einen in das Visier nimmt ist es ein mulmiges Gefühl. Man kann sich nicht wehren, und wird, zumindest als mittlerer oder schwerer Panzer, Treffer für Treffer weiter aus dem Spiel geworfen. Auch wenn es einen selbst nicht trifft – stirbt der Teammate nebenan an einer Artillerie, dann nimmt man die Beine in die Hand. Die Artillerie kann im Handumdrehen feste Verschanzungen auflösen.

 

Zusammengefasst:

Vorteile:

  • Extrem hoher Schaden
  • Extreme Range
  • Extrem gute Penetration
  • Kann die Besatzung benommen machen.

Nachteile:

  • Langsamer Spielstil
  • Wenig Trefferpunkte
  • Keine Rotation in der Waffe
  • Wenig Munition.
  • Langes Nachladen

 

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Vielen dank an http://wiki.wargaming.net/en/World_of_Tanks für die Freigabe der Bilder!

Der Jungle-Guide für Anfänger

Willkommen bei diesem kleinen Jungle Guide. Hier werden ich euch die Basics des Spiels als Jungler beibringen. Da das Thema ein sehr großes und ausführliches ist, werde ich hier nicht auf Details eingehen, dafür könnt ihr euch auf einen Advanced Guide freuen! Doch fangen wir erstmal mit der wichtigsten Frage an:

Was ist ein Jungler eigentlich?

Der Jungler ist eine Ausnahme zu der Regel. Anstatt auf einer festen Lane spielt, navigiert er durch den Raum zwischen den Lanes und gewinnt sein Gold und seine Erfahrung hauptsächlich durch die Monster, die dort ihre Lager haben (die sogenannten „Camps“).

Seine Aufgabe ist es, die Lanes mit tatkräftiger Hilfe zu unterstützen und die gegnerischen Champions mit Überraschungsangriffen, den sogenannten „Ganks“, zu stören.

Warum überhaupt als Jungler spielen?
Der Rolle des Junglers zeichnet sich vor allem durch einen starken Einfluss auf das Spiel und einen hohen Grad an Komplexität aus. Neue Spieler werden sich vielleicht durch die Vielfalt an strategischen Möglichkeiten abgeschreckt oder überfordert fühlen, aber ein guter Jungler zu werden bringt nicht nur viel spielerische Vielfalt mit sich, sondern auch eine Menge Spaß und Abwechslung.

Wie spiele ich den Jungler?
Die grundlegenste Sache beim Jungeln ist der Beschwörerzauber „Smite“ oder auch „Zerschmettern“, wie er auf Deutsch genannt wird. Mit diesem richtet man bei den Camps viel Schaden an, erhält zusätzliche Erfahrungspunkte und kriegt eine Portion seines Lebens wieder, um im Jungle durchzuhalten und schneller voranzukommen. Ebenso erlaubt dieser Beschwörerzauber das Kaufen der Jungle-Items, die ebenfalls beim Vorankommen helfen und den Beschwörerzauber in seinen Eigenschaften verändern, dazu später mehr. Man beginnt stets bei dem Blue- oder Red-Buff, da diese genügend Erfahrung geben, um nach dem Camp ein Level-up zu erhalten. Dabei hilft normalerweise der Champion der näheren Lane, der sogenannte „Leash“.

Nach dem ersten Camp beginnt dann das Planen der Route, mit der man durch den Jungle gehen will. Dabei muss immer situationsbedingt geplant werden. Wenn man auf schnelles Leveln und einen schnellen Fortschritt hinaus ist, so macht man einen ganzen Clear (man vernichtet also jedes einzelne Camp in seinem eigenem Bereich des Jungels) und geht dann zurück in die Base um das Item weiter auszubauen. Kommt man unterwegs in die Lage, dass man nur noch wenig Leben hat oder der Gegner Camps gestohlen hat, so geht man früher zurück. Sieht man unterwegs die Chance zu ganken, so sollte man diese nutzen, doch dazu kommen wir nun.

Welche Items kaufe ich als Jungler?

Als Jungler beginnst du stets mit der Machete des Jägers oder dem Talisman des Jägers. Die Machete kaufst du nur in seltenen Fällen, also verlasse dich erstmal darauf, den Talisman des Jägers zu kaufen. Dazu gönnst du dir am besten ein paar Heiltränke, sodass du loslegen kannst. Das erste, was du tust, ist deinen Talisman dann in eins der speziellen Jungler Items auszubauen.

Die Klinge des Pirschers verändert Smite, sodass du es auf gegnerische Champions anwenden kannst. Damit verursachst du kleinen absoluten Schaden und stiehlst ihnen 2 Sekunden lang 20% von ihrem Lauftempo. Das ist genau das Richtige, falls du Probleme damit hast, deinen Feinden hinterher zu kommen und falls du bei Ganks eine extra Portion an Kontrolle haben möchtest. Zusätzlich hat dieses item wie jedes andere Jungle-Item zusätzlich den Effekt „Zahn und Klaue“, wodurch du an den Monstern im Jungle mehr Schaden verursachst und für zwei Sekunden Bonus-Angriffstempo bekommst.

Das Messer des Wilderers ist das einzige Jungler-Item, das nicht deinen Smite verändert. Dafür hat dieses Item jedoch die aktive Fähigkeit, dich kostenlos Wards setzen zu lassen. Dies ist das Item deiner Wahl, wenn du wert darauf legst, viel Sicht und Kontrolle über das Feld zu haben.

Der Säbel des Plänklers  gibt deinem Smite die Fähigkeit, Gegner zu markieren. Während die Gegner markiert sind werden sie aufgedeckt und deine normalen Angriffe verursachen drei Sekunden lang zusätzlichen Schaden. Ebenso wird ihr Schaden an dir um 20% reduziert. Dieses Item ist für dich das richtige, wenn du viel Wert auf Duelle legst und bei diesen einen kleinen Vorteil haben möchtest.

Zusätzlich gibt es noch vier Verfügbare Verzauberungen für deine Jungler Items.

Blutschnitter gibt dir 50% Angriffstempo und bewirkt dass deine normalen Angriffe zusätzlich 4% des Maximalen Lebens des Ziels als normalen Schaden verursachen. Blutschnitter wird vorallem auf Champions gekauf,t die mit Angriffsgeschwindigkeit arbeiten, um die Passive gut nutzen zu können.

Glutkoloss gewährt dir 300 Leben und dazu nochmal 20% zusätzliches Leben. Ebenso wie die anderen besitzt es eine Passive-Fähigkeit, hier ist es „Brennen“. Dadurch verursachst du magischen Schaden an Gegnern in deiner Nähe, der abhängig von deiner Stufe ist. Glutkoloss wird meist auf Tanks gebaut, damit sie schon früh richtig viel Schaden einstecken können.

Runenecho gewährt dir 7% Lauftempo und 60 Fähigkeitsstärke. Dazu hat es die Passive „Echo“. Diese passive Fähigkeit lädst du durch Bewegungen oder Zauber auf. Bei 100 Ladungen verbrauchst dein nächster Schaden verursachende Zauber alle Ladungen und richtet 60 (+10% deiner Fähigkeitsstärke) zusätzlichen magischen Schaden am Erstgetroffenen Gegner an.

Ebenso beschwörst du bis zu drei kleine Blitze, die nächstgelegene Gegner anvisieren und ebenso einen kleinen Teil an Schaden anrichten. Runenecho wird von Champions verwendet, die von Fähigkeitsstärke profitieren, da die 60 Fähigkeitsstärke und der Echo-Effekt einen deutlichen Vorteil darstellen.

Krieger ist die einzige Verzauberung ohne Passive. Sie gewährt dir 60 Angriffsschaden und 10% Abklingzeitverringerung. Krieger ist beliebt bei Champions, die hohen Attack-Damage austeilen wollen und damit diesen damit schon früh erhöhen.

Mit weiteren Items beschäftigen wir uns dann in einem weiteren Guide.

Welchen Champ spiele ich für den Anfang?

Du bist sicher schon gespannt darauf endlich anzufangen, doch wir haben noch garnicht darüber gesprochen, mit welchen Champs du einfach üben kannst. Ich würde dir einfache und mechanisch simple Champs empfehlen wie „Warwick“ oder „Master Yi“. Beide werden dir gute Dienste leisten, auch wenn sie im späteren Spiel nicht mehr die stärksten sind. Da die beiden jedoch aufgrund ihrer Fähigkeiten sehr lange im Jungle bleiben können, sind sie wohl mit die besten Champs, um das Ganze zu üben. Danach solltest du auf aktuellere Champions wie „Sejuani“, „Cho Gath“ oder auch „Shyvana“ wechseln. Achte bei deinem Spiel immer darauf, dich in kleinen Schritten zu verbessern, soddass du dich kontinuierlich steigerst.

Was ist meine Aufgabe im Late Game?

Im Late Game, also der letzten Spielphase, geht es vorallem um Teamfights und Unterstützung für das Team. Hier musst du darauf achten, welche Art von Champion du spielst. Bist du zum Beispiel ein Tank, wie Sejuani oder Zac, ist deine Aufgabe das Engagen, also das Initiieren von Teamfights, indem du den Gegner angreifst und ihn zu einem Kampf zwingst. Dabei solltest du stets darauf achten, möglichst viel Schaden von deinen Carrys fernzuhalten und sie so am Leben zu halten.

Spielst du hingegen einen Assasinen wie Kha Zix oder Rengar ist es deine Aufgabe Ziele mit wenig Resistenzen oder Leben auszuschalten. Das sind meistens die AD Carrys und die Midlaner. Dabei solltest du nicht zu tief in einem Teamfight zu stehen, da du selbst wenige Resistenzen haben wirst und so ebenso wenig aushälst. Wenn du dich für einen Bruiser wie Xin Zhao entschieden hast, ist deine Aufgabe eher gemischt. Du hilfst dabei, die Teamfights zu initiieren und bist dann dafür zuständig im Teamfight Schaden anzurichten so gut es geht. Hierbei solltest du vor allem die Champions bevorzugen, die hinter den Tanks stehen, um die Damage Dealer zu erwischen.

Im Endeffekt spielst du im Late Game deinen Champion so wie du ihn auch auf einer anderen Lane spielen würdest, mit dem Unterschied, dass du stets ein Auge auf den Baron und die Drachen haben solltest und sie nach Möglichkeit und Risiko stets für dein Team sichern solltest. 

Das war es erstmal mit diesem kleinen Guide. Ich hoffe ihr hattet viel Spaß beim Lesen und ich hoffe, ich habe den Anfängern unter euch ein kleines Stück weit geholfen, das Spiel besser zu verstehen und selbst ein besserer Spieler zu werden.

BlizzCon – Über den Overwatch World Cup und zukünftige Inhalte

Es ist so weit! Zum zweiten Mal lädt Blizzard ein, um die Weltmeisterschaft in Overwatch auf der BlizzCon zu abzuhalten. Letztes Jahr hat sich einiges an spielerischem Talent dort eingefunden und auch dieses Jahr hat der Overwatch World Cup bisher nicht enttäuscht. Vor kurzem hat die siebte Season von Overwatch begonnen und der World Cup gleich am Anfang der neuen wird eine schöne Einstimmung auf das Kommende für die Overwatch-Community.

Der Preispool ist dabei schon beachtlich gestiegen. Von 288.000$ in 2016 auf 366.000$ in diesem Jahr. Es ist eine doch sehr hohe Summe, wenn man bedenkt, dass Overwatch erst seit Mai 2016 auf dem Markt ist. Auch hat es in dieser Zeit sehr viele Änderungen erlebt, die das Meta aufgelockert haben. Neue Helden wie Ana, Symmetra, Orisa und Doomfist haben das Gesicht des Spieles deutlich verändert. Dazu gibt es neue Maps wie Junkertown und Oasi. Das Meta ging vom anfänglichen 2 / 2 / 2 zu Triple Tank, als Ana hinzukam und Dive-Comps mit Winston, die dann wieder gekontert wurden.

Gespannt sollte man zusehen, welche Kompositionen die Teams für dieses Mal zusammengestellt haben. Vielleicht kann man diese ja auch selbst im Competitive verwenden, um somit seinen gewünschten Rang zu erreichen. So oder so wird man viel lernen und bestaunen können wie weit dieses Spiel in nur 1 ½ Jahren gekommen ist.

Deutschland hat es leider nicht aus den Top 16 geschafft. In der Ro32 hatten sich unsere Spieler gegen Israel, Belgien und dem Vereinigten Königreich noch sehr gut geschlagen. In der nächsten Runde musste Deutschland dann gegen die USA, die dieses Jahr noch ungeschlagen sind, antreten. Die Amerikaner hatten elf von zwölf Runden gewonnen und sich somit drei von drei Spielen für sich entschieden, bevor sie gegen Deutschland auffuhren.

Nun wird mit Spannung der Startschuss des Viertelfinales erwartet. Offline und auf der großen Bühne der BlizzCon werden sich die USA, Schweden, das Vereinigte Königreich, China, Südkorea, Frankreich, Australien und Kanada in offener Schlacht treffen, um herauszufinden, welches Land dieses Jahr den Titel des Weltmeisters in Overwatch verdient hat.

Letztes Jahr schaffte es Südkorea sich den Sieg gegen Russland zu erkämpfen, die selber zu dem Zeitpunkt wohl selbst nicht wussten wie ihnen geschieht, als sie 4:0 besiegt worden waren. Diese vernichtende Niederlage scheint immer noch seine Wirkung zu zeigen, denn Russland durfte auch dieses Jahr mit Südkorea Bekanntschaft machen und wurde kurzerhand 3:0 in der Ro16 aus dem Turnier geworfen.

Die Top 8

Die Matchups sind: Großbritannien gegen Schweden, Kanada gegen Australien, China gegen Frankreich, Südkorea gegen USA.

Bei dem Matchup Großbritannien gegen Schweden rechnen wir damit, dass Schweden gewinnen wird. Die Skandinavier hatten sich letztes Jahr auf den vierten Platz hochgekämpft und bisher einen sehr guten Lauf im Sydney Qualifier. Dort schafften sie es ohne Niederlage heraus und qualifizierten sich dann über Spanien mit einem überzeugenden 3:0. Die Briten hingegen hatten es letztes Jahr nicht einmal aus der Group Stage geschafft.

Bei Kanada gegen Australien denken wir, dass Australien das Rennen machen wird. Australien ist ein komplettes Team, die auch außerhalb der Wold Cups gemeinsam spielen. Außerdem ist Australien nicht zu unterschätzen. Kanada hingegen ist aus mehreren Teams gebastelt und die Sprachbarriere kommt noch hinzu. Kanada spricht Französisch und Englisch, ob jeder Spieler die gleiche Sprache gleichgut beherrscht ist unbekannt. Es kann Australien das kleine Bisschen mehr geben, dass sie gewinnen können.

China gegen Frankreich wird sicherlich an unsere Nachbarn gehen. China hatte dieses Jahr kein Glück, so mussten vier der sechs Spieler ausgewechselt werden, da es Visa-Probleme gab. Warum der Esport noch immer nicht wie regulärer Sport gesehen wird und somit die Visavergabe fast schon selbstverständlich ist, ist eine Diskussion für ein anderes Mal. Dennoch hat China somit einen deutlichen Nachteil.

Südkorea gegen USA wird ein spannendes Match voller Emotionen, doch ist es wahrscheinlich, dass Südkorea dominieren wird. Letztes Mal hat Südkorea die USA mit 2:0 nach Hause geschickt. Auch wenn das zweite Match etwas knapper war, so war das erste umso einseitiger. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass Südkorea die amtierenden Weltmeister sind.

Im Halbfinale würde somit Schweden gegen Australien und Frankreich gegen Südkorea spielen.

Schweden wird wahrscheinlich gegen Australien gewinnen, da diese traditionell stark in FPS zu sein scheinen. Die Nordeuropäer haben bereits letztes Jahr einen guten Lauf gehabt und haben im letzten Jahr noch einiges über das Spiel gelernt. Frankreich gegen Südkorea wird wohl eher ein Erdrutschsieg für die World Cup Sieger von 2016 sein, da diese nicht ohne Grund die Titelfavoriten sind. Immerhin ist Südkorea die Heimat des Esports und gewann die Gruppenphase locker mit 12:0 Maps.

Das Finale wäre somit Schweden gegen Südkorea und wir denken, dass sich das Land auf der asiatischen Halbinsel sich auch dieses Jahr beweisen wird. Unsicher ist jedoch nur, ob Schweden ihnen nicht doch einen guten Kampf auf Augenhöhe liefern wird.

Das alles ist natürlich ein starkes Stück Spekulation und die BlizzCon ist immer für eine Überraschung gut. Bisher konnte man schon viel Talent bei den Spielern erkennen, doch ist davon auszugehen, dass die kommenden Matches besser werden als die ohnehin schon exzellenten Spiele. Nach dem Viertelfinale wird es wohl klarer werden, welche Stärken und Schwächen die jeweiligen Teams an den Tag legen. Wie auch in Dota2, League of Legends oder Counterstrike ist Overwatch ein Spiel, bei dem Skill zwar enorm wichtig ist, die Strategie, die man einsetzt, jedoch mindestens eine genauso große Rolle spielt.
Daher könnten diese im Halbfinale angepasst und stärkere Konter gespielt werden.

Es ist nicht davon auszugehen, dass die, die es auf die BlizzCon geschafft haben, schon all ihre Ideen gezeigt haben. Wird vielleicht Off-Meta gespielt? Bei einem so prestigeträchtigen Turnier ist es zu erwarten, dass die Teams sich ganz besondere Taktiken überlegt haben, um sich den Titel und das satte Preisgeld zu sichern. Immerhin ist Overwatch ein sehr junger Titel, was bedeutet, dass das Meta noch nicht fest eingefahren ist und die Spielweisen noch relativ flexibel sind.

Gerüchte auf der BlizzCon

Es gibt auch viele Gerüchte, dass Blizzard für Overwatch auf der BlizzCon einiges geplant haben soll. So soll vielleicht sogar ein neuer Held vorgestellt werden und viele neue Cinematics, die die Hintergrundgeschichte von Overwatch erzählen und erweitern.

Doch wer wird dieser neue Held sein? Mehrere Charaktere kommen dafür in Frage und auf jeden kann spekuliert werden. Wenn man auf ein altes Overwatch-Poster schaut, wäre der „Spider Tank“ eine Option. Es wäre schön, diesen Teil des Overwatch-Konzeptes lebendig werden zu sehen, da es in letzter Zeit ja ohnehin schon eine Menge an Omniks gab. Orisa, Bastion, Zenyatta sind alle drei Omnics und gäbe es noch einen vierten, würde die Community diesen sicherlich gerne aufnehmen.

Auch kann es sein, dass die Königin von Junkertown den Weg in das Spiel findet. Sie trat in einem Poster auf der Map „Junkertown“ auf und wurde sofort ein Favorit der Overwatch-Community. Wahrscheinlich würde sie den Stil von Roadhog und Junkrat weiter ausbauen und es gäbe einiges an interessanten Interaktionen zwischen diesen drei Charakteren. Es würde nur Sinn ergeben, wenn ein ohnehin schon beliebter, doch noch immer unbekannter Charakter spielbar in Overwatch werden würde. Wer auch immer es wird und ob überhaupt ein neuer Held vorgestellt wird – wir werden mit Spannung zusehen!

Warum die BlizzCon DAS Esport-Event des Jahres wird

Die Weltmeisterschaft in League of Legends steht kurz vor dem Ende, da kommt schon das nächste große Event im Esport um die Ecke. Natürlich reden wir von der BlizzCon 2017 und ihren Esport-Turnieren. Blizzard hatte seinerzeit den Grundstein für die millardenschwere Industrie gelegt. StarCraft: Brood War läutete die Professionalisierung des Daddelns ein wie es kein Spiel zuvor tat und ist daher zurecht immer noch ein wichtiger Bestandteil der koreanischen Szene und erlebt dort auch zur Zeit eine Renaissance.

Auch das MOBA-Genre ist auf den Klassiker Blizzards zurückzuführen und wurde später als Map in Warcraft III: The Frozen Throne perfektioniert. Das Prinzip des originalen DotA wurde oft seitdem kopiert und der elektronische Sport würde heute ohne seinen Nachfolger und Riots Adaption, League of Legends, ganz anders aussehen.

Trotz dieses Einflusses wurde Blizzards Vormachtstellung oft in Frage gestellt und die Zahlen scheinen diese Behauptung zu unterstützen. Dota 2, Counter-Strike: Global Offensive und League of Legends dominieren den Gaming Wettbewerb in vielerlei Hinsicht: Sie haben die meisten Spieler und Zuschauer, ziehen die lukrativsten Werbe- und Sponsordeals and Land und legen ein Produktionslevel an den Tag, das ihres gleichen sucht.

Im Vergleich dazu scheinen die Blizzard-Spiele eher in der zweiten Reihe zu stehen. Während sowohl Overwatch als auch Hearthstone auf Twitch sehr beliebt sind und sich auch die anderen Esport-Titel wie StarCraft II und Heroes of the Storm ganz gut schlagen (und auch kommerziell recht erfolgreich sind), gibt es immer noch eine große Lücke zwischen Blizzard und den großen Drei.

Entgegen dieser Tatsachen denken wir, dass die BlizzCon 2017 das wohl packendste und beste Esport-Ereignis des Jahres wird und diesen Stand auch noch in den nächsten Jahren ausbauen wird. Hier die drei Gründe, warum dies so ist.

Ein Spiel für jeden Geschmack

Zu dem Zeitpunkt als dieser Artikel verfasst wird, sind fünf der 25 am meisten geschauten Spiele auf Twitch von Blizzard. Overwatch und Hearthstone schlagen sich besonders gut, letzteres ist regelmäßig auf Platz 2 oder 3 vorzufinden. Während WoW eine Ausnahme bildet, da die Esport-Szene dort im Vergleich eher schwach ausgeprägt ist, schaffen es StarCraft II und Heroes of the Storm auch oft in die Top 20, obwohl beide Spiel totgesagt werden.

Die Vielzahl an Spiele ist symbolisch für den Esport als Ganzes, da sie verschiedene Typen von Spielern ansprechen. Esport war von Anfang an ein Grass Roots-Phänomen, welches sich aus leidenschaftlichen Communitys entwickelt hat. Daher ist Gamin bis heute keine zentral organisierte Sportart, wenn man so will. Stattdessen wächst die Szene dank der großen Anzahl an Szenen, die sich selber als kompetitiv sehen.

Die meisten Spiele von Blizzard werden kompetitiv gespielt. Wird sich Overwatch 2018 zu den großen Drei gesellen? Quelle: Blizzard Entertainment

Blizzards Katalog spiegelt diese dezentrale Organisation des Esport in viele kleinere Gemeinschaften wider, indem sie viele davon repräsentieren. Ihre Philosophie, „leicht zu lernen, hart zu meistern“ ist stark mit diesem Konzept verflochten. Blizzard ist allgemein dafür bekannt, sich an andere Spielen und Genres zu bedienen und sich darauf zu fokussieren, die Stärken auszubauen und Unnötiges wie zu Komplexes zu streichen. Während einige dagegenhalten mögen, dass diese Philosophie den kompetitiven Kern des Esport aushöhlt, scheint dieses Argument sehr elitär. Dies ist dadurch belegbar, dass es viele professionelle Spieler gibt, die sich mit ihrem Skill deutlich von dem Gros der Spielerschaft abheben und damit ihr Geld verdienen.

Neuen Spielern den Einstieg in ein Spiel zu verwehren, einfach weil es zu schwer ist, kann daher nicht die Lösung sein. Das hat Blizzard vor langer Zeit verstanden. Daher sind ihre Spieler sehr beliebt im Esport und bieten für (fast) jeden Geschmack etwas.

Wenn ihr euch für RTS interessiert, führt heute kein Weg mehr an StarCraft II vorbei (oder Brood War, wenn man so will). Oh, ihr wollt kein Makromanagement betreiben und spiel lieber MOBAs? Kein Problem, installiert einfach Heroes.  Oder seid ihr eher FPS-Spieler? Dann versucht es doch einmal mit Overwatch.

Natürlich ist es unmöglich allen Ansprüchen gerecht zu werden, aber Blizzard kommt dem Ideal schon sehr nahe. Im Gegesatz zu Valve und Riot setzen sie nicht auf nur eine (oder zwei) Karte(n). Blizzard spürt frische Konzepte auf und orientiert sich so am Markt. Es ist sehr vorteilhaft, dass sie sich nicht auf den Erfolg eines Spiels verlassen, sondern auf mehreren Standbeinen stehen.

Die BlizzCon ist daher der alljärhliche Höhepunkt all ihrer Spiele. Dieses Jahr gibt es mehr Preisgeld als je zuvor. Allein der Gewinner der StarCraft II-Global Finals wird 280.000$ abkassieren, den größten Betrag, den die Szene bisher gesehen hat. Heroes, Overwatch, Hearthstone und WoW werden auch für mehr als eine Woche weltklasse Unterhaltung bieten. Vielleicht sind Preispool und Zuschauerzahlen nicht im Bereich der Tier-1-Titel, doch kein anderes Event vereint soviele professionelle Spieler und bietet soviel Potential für interessantes Storylines.

Eine Investition in die Zukunft

Die BlizzCon ist nicht nur bekannt für ihre Turnier-Kultur, sondern vor allem als Blizzards Hausmesse. Als solche gibt es immer wieder Ankündigungen von zukünfitgen Hits. Vor zwei Jahren hatten die Entwickler ihren neuesten Beitrag zur Esport-Kultur angekündigt: Overwatch. Obwohl das Studio noch nie zuvor einen Shooter bis zur Veröffentlichung fertigstellte, wurde das Spiel sehr gut von der Kritik und der Spielerschaft aufgenommen.

Nächstes Jahr findet die erste Overwatch League statt, ein Multmillionen-Dollar Format, dass zwöf Teams aus aller Welt gegeneinander spielen lässt. Dazu arbeitet man mit etablierten Esport-Teams, international erfolgreichen Unternehmen und sogar traditionellen Sport-Clubs wie den  New England Patriots.

Blizzard hat eine eigene Esport-Arena. Alle Overwatch League Matches werden hier ausgetragen werden. Quelle: Blizzard Entertainment

Durch den Verkauf permanenter Plätze in der Liga versucht Blizzard die Overwatch-Szene und macht damit einen Schirtt in Richung Mainstream-Sport. Aus diesem Grund garantiert Blizzard den Spielern ein Mindestgehalt von 50.000 Dollar pro Jahr, faire Verträge, und einen gerechten Anteil am Preisgeld. Dieses System soll dann große Sponsoren anlocken, welche gerne in die Overwatch-Szene investieren, um ihre Reichweite auszubauen und global neue Märkte zu erschließen. Ein solches Experiment gab es im Esport noch nie zuvor, doch Blizzard ist bereit, dieses Risiko zu tragen und offen gesagt, sehen ihre Chancen erfolgreich zu sein, ziemlich gut aus.

Auch wenn die Kalifornier mit der  Overwatch League alle Hände voll zu tun haben, werden auch ihre anderen Spiele immer weiterentwickelt. Das letzte Hearthstone-Addon Knights of the Frozen Throne wurde erst vor kurzem veröffentlicht, trotzdem könnte zur BlizzCon neuer Content zum Kartenspiel gezeigt werden, bedenkt man die hohe Frequenz, mit der Blizzard das Spiel erweitert. Genau so regelmäßig erscheinen neue Inhalte für Heroes of the Storm,.Freunde des MOBAs sollten auf der BlizzCon daher die Augen aufhalten.

Legacy of the Void wird ebenfalls ein Facelift erhalten. Das zwei Jahre alte Addon wird große Balance-Änderungen nach den Global Finals auf der BlizzCon erfahren. Wie diese Änderungen sich auf die Anzahl neuer Spieler auswirken werden, bleibt abzuwarten und es darf daran gezweifelt werden, dass sie eine Renaissance des RTS auslösen. Dennoch wird der neue Patch bestehende Probleme attackieren und vor allem in Bezug auf die Protoss dem Siel einen ganz neuen Anstrich verleihen. Dazu könnte es sein, dass wir Neuigkeiten aus dem Coop-Bereich erhalten, dem meisten gespielten Game Modes des Spiels.

Und ws ist mit neuen Esport-tauglichen Spielen? Obwohl sich die meisten wahrscheinlich ein WarCraft IV oder ein mögliches StarCraft III wünschen, ist es sehr unwahrscheinlich, dass wir Ankündigungen in diese Richtungen erwarten können. Die aktuellen Esport-Marken machen sich gut und StarCraft II ist immer noch das Nonplusultra im Bereich RTS. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass der Aufstieg des einen Strategiespiels den Untergang des Vorgängers bedeutet. Neue Spiele in anderen Genres sind auch nicht sehr wahrscheinlich, doch immer noch näher an der Realität als die Spiele, die wir uns am meisten wünschen würden.

Ehre dem Vermächtnis

StarCraft: Remastered ist der erste Klassiker, der einen Facelift erhalten hat. Werden Diablo II und WarCraft III bald folgen? Quelle: Blizzard Entertainment

Wo wir gerade dabei sind, es ist schon fast sicher, dass wir Neuigkeiten aus dem Classic Department erhalten werden. Das HD-Remaster von StarCraft: Brood War war ein Erfolg und erfährt gerade ein Comeback in Korea. Die alten Legenden Flash, Jaedong und Bisu sind zurückgekehrt und ziehen eine große Zuschauerschaft an, sowohl Koreaner als auch Fans außerhalb der asiatischen Halbinsel. Zwar beschränkt sich dieses Comeback zum grüßten Teil auf Korea, doch viele ältere Spieler erfreuen sich, den Klassiker noch einmal auf eine neue Weise erleben zu können. Die anderen Remasters werden damit sehnsüchtig erwartet.

Wir wagen hier eine Vorhersage und sagen, dass wir neues Footage zu den Diablo II und WarCraft III Remasters sehen werden. Während das erste vielleicht nicht für den Esport relevant ist (abgesehen von den sehr engagierten Speedrun- und PvP-Communitys), ist WarCraft III eine andere Geschichte. Wir denken nicht, dass es StarCraft II oder sogar Heroes of the Storm ersetzen wird. Dennoch, das Spiel scheint seit einiger Zeit ein beachtliches Comeback hinzulegen, vor allem seit Back2Warcraft das Spiel für das westliche Publikum zugänglicher macht.

Vermutlich ist der Einfluss der drei Remasters auf die Esport-Szene überschaubar, trotzdem werden sie für Blizzard zwei positive Effekte zur Folge haben. Erstens wird der Entwickler seine Reputation als Firma stärken, die ihre Kunden ernst nehmen und sich um sie kümmern. Sicher, Blizzard macht die Remasters nicht aus Nächstenliebe oder aus Wohltätigkeit, sondern um Geld zu verdienen. Dieses Vorgehen passend zur bisherigen Patchpolitik, vor allem wenn man bedenkt, dass Spiele, die seit 15 oder mehr Jahren auf dem Markt sind, immer noch Aufmerksamkeit erhalten. Die aufpolierten Versionen zeigen uns, dass wir auch weiterhin mit dem Support der Entwickler rechnen können.

Zweitens lockt Blizzard mit den HD-Versionen jüngere Spieler an, die die Klassiker aus offensichtlichen Gründen nicht gespielt haben. Mit den Remasters erweitert sich auch die Spielerbasis und macht auch Comebacks von Veteranen wahrscheinlicher. Außerdem behält man somit die Franchises in den Köpfen der Spieler, was zukünftigen Titeln ein Vorteil sein dürfte.

Der BlizzCon-Hype

Wie gesagt, die BlizzCon wird das wohl interessanteste Event des Jahres. Wir werden nicht nur Zeuge zahlreicher hochkarätiger Turniere, sondern vielleicht auch einiger Innovationen. Wir sind sehr gespannt, was Blizzard in diesem Jahr vorbereitet hat. Auch wenn größere Ankündigungen ausbleiben werden wir die Show genießen. Was würdet ihr gerne auf der BlizzCon sehen? Was können wir erwarten? Verratet es uns in den Kommentaren!

League of Legends Worlds: Semi-Finals der Extraklasse

Am 28.10 steht das erste Spiel des Halbfinales der League of Legends WCS an! Wir möchten für euch nochmal alle Teams vorstellen und eine kleine Prognose abgeben.

Sk Telecom T1 vs Royal Never Give Up

Beginnen wir mit einem der spannendsten Spiele der Worlds: SKT gegen RNG.

Die World Champions haben schon im Viertelfinale erstaunlich viel Schwäche gezeigt und fast eine Niederlage gegen die Misfits eingefahren, die sie jedoch in letzter Sekunde noch abwenden konnten. Es ist uns allen stets bewusst gewesen, dass SKTs Stärke nie das Earlygame war, was uns diese WCS wiedermal bestätigt hat. Doch diese Schwäche konnten sie durch ihr starkes Lategame und ihr exzellentes Team-Fighting wieder wett machen.

Jedoch enthüllten die beiden verlorenen Games gegen die Missfits, dass diese Spielweise auch schnell nach hinten losgehen kann. Die Strategie der Misfits war klar darauf ausgelegt, früh viel Einfluss zu nehmen und so konnten sie die Spiele beenden, bevor SKT ihr brilliantes Late zeigen konnten. Schlussendlich konnten sie die Katastrophe noch verhindern, doch nun stehen sie einem Team gegenüber, welches es mit ihnen aufnehmen kann und das im Early bis Midgame große Stärken vorweist. Interessant wird hierbei wohl vor allem das Duell von „Bang“ und „Uzi„, zwei ADCs die unbestrittene Weltklasse sind.

Vorallem „Uzi“ brachte jedes Jahr gute Leistungen und ist mit seiner KDA von 8,4 ein würdiger Gegner. „Bang“ jedoch, scheint momentan in schlechter Form zu sein, wie auch schon gegen die Misfits zu beobachten war. Sollte „Uzi“ es schaffen, die Laning Phase zu dominieren, wird er zu einem riesigen Problem für SKT werden.

Doch die beiden sind nicht die einzigen Stars, die in großer Konkurrenz zueinander stehen. Ebenso sind die Stars „Faker“ und „Xiaohu“, die beiden Midlaner der Teams, nicht zu verachtende Faktoren. „Faker“, der eine lebende Legende in der Szene ist und als bester Spieler aller Zeiten gilt, erinnert uns immer wieder daran, warum er diesen Titel innehält. Doch auch „Xiaohu“ ist ein äußerst starker Midlaner, und gilt als der bester der LPL. Die beiden Mids werden alles geben, was sie können und versuchen ihre Bot Lanes zu beeinflussen.

Letzten Endes kann man sagen, dass dieses Spiel wohl außerordentlich interessant wird, vor allem wenn man bedenkt, dass ein Sieg von RNG historisch wäre. Dies würde das Ende der Siegesserie von SKT bedeuten, die sie so legendär gemacht hat. Ich sehe hier keinen klaren Favoriten, doch sollte „Bang“ nicht in Form kommen, wird es für SKT schwer werden mit RNGs Earlygame mitzuhalten.

Hier eine Statistik zu den Botlanes beider Mannschaften:

Quelle:http://www.gamesoflegends.com/blog/rng-vs-skt-botlane-early-game-stats/

WE vs Samsung Galaxy

Am Sonntag kommt es dann erneut zu einem Spiel zwischen einem chinesischen und einem südkoreanischen Team. Beide Teams zeigen sich souverän in Teamfights und haben sich durch ihr gutes Late ins Halbfinale gekämpft. Doch nur einer von ihnen kann ins Finale einziehen.

WE ist hierbei eher eine Überraschung, denn ihre letzte Worlds-Teilnahme liegt lang zurück. 2012 scheiterte man an CLG EU sich zu qualifizieren und obwohl sie häufig in den Play-offs zu finden waren, so haben sie den Einzug erst dieses Jahr wieder geschafft. Dabei haben sie in ihrer Gruppe gute Teams besiegt und im Viertelfinale sogar noch den 1-2 Rückstand gegen Cloud 9 in einen Sieg verwandelt.

Dabei setzen sie auf ein starkes Lategame und gute Team-Comps, die vor allem um ihren ADC „Mystic“ gebaut werden. Dieser ist in China ein Superstar und hat oft genug gezeigt, dass er nicht umsonst als Spitzenspieler geführt wird.Vor allem gegen Cloud 9 erbrachte er mit Kog Maw herrvorragende Leistungen und der SSG ADC „Ruler“, sagte bereits, dads er „Mystic“ für einen fantastischen ADC hält, gegen den er gerne spielen würde.

WEs Midlaner „xiye“ ist zwar ebenso ein guter Spieler, hat dafür einen recht kleinen Championpool. Er wird gegen SSGs „CroWn“ einige Probleme bekommen. Samsung Galaxy hat dieses Jahr bewiesen, dass sie nicht unterschätzt werden dürfen, indem sie sich mit einem Überraschungssieg gegen KT Rolster erneut Qualifizieren konnten.

Zu Beginn der Play-offs ließen sie uns dann wissen, warum sie letztes Jahr im Finale waren, indem sie den Turnierfavoriten Longzhu Gaming mit einem 3-0 Sieg nahezu perfekt besiegt haben. Werden sie dieses Niveau halten, so wird WE eine sehr schwere Zeit mit ihnen haben. SSGs Rooster hat sich dieses Jahr gut gesteigert, vor allem CroWn und Ambition . Zudem wird „CuVee“s Flexibilität ein großer Faktor werden. Doch SSG trumpft nicht nur mit starken individuellen Spielern auf, sondern auch mit einem Makrospiel, das nicht zu verachten ist.

Vergleichen wir die Teams nun, muss Samsung hier als klarer Favorit gesehen werden.“Mystic“ wird es ihnen nicht leicht machen, doch auch „Ruler“ ist eine nicht zu unterschätzende Gefahr, die durchaus mit dem chinesischen Topspieler mithalten kann. Dabei machte Samsung ebenfalls einen Sprung nach vorne, was das gesamte Team betrifft und allein der Sieg über Longzhu Gaming sollte hier schon verdeutlichen, wer die Oberhand haben wird. Letztlich ist zu sagen, dass beide Teams zwar einen ähnlichen Spielstil bevorzugen, Samsung Galaxy dafür jedoch ihre Schwächen von Mal zu Mal abbaut und ihr allgemeines Spiel das von WE übertrifft.

 

SSGs Statistiken:

Quelle:http://www.gamesoflegends.com/teams/stats.php?id=242&tournament=ALL

 

Team WEs Statistiken:

Quelle: http://www.gamesoflegends.com/teams/stats.php?id=282&tournament=ALL

 

Beide Matches werden überaus interessant und dürfen mit Spannung erwartet werden. Vor allem das Spiel SKT gegen RNG wird wohl ein wahres Fest, da beide Teams momentan auf Augenhöhe sind. WE wird gegen SSG nur schwerlich gewinnen können, doch bleibt abzuwarten, ob uns nicht noch weitere Überraschungen in diesen Worlds erwarten.

Dieser Artikel wurde uns von unserem GastautorDovydas zur Verfügung gestellt. Hat euch dieser Content gefallen? Dann zeigt es uns in den Kommentaren!

Klangstark! – Die zweite Generation des MMX-300

Disclaimer: das MMX-300 wurde uns von beyerdynamic zur Verfügung gestellt, dennoch ist dieses Review ehrlich und unbeeinflusst.

 

Das MMX-300 ist ein Headset der deutschen Firma beyerdynamic und zielt darauf ab, mit 90 Jahren an Audio-Erfahrung und den Hardware-Technologien der privaten Luftfahrt und des professionellen Tonstudio-Bereichs, das ideale Gaming Headset zu liefern. Doch kann es halten, was es für den Preis von 299€ verspricht?

 

Ersteindruck:

Geliefert wird das Headset in einer wunderschönen Box. Es auspacken und in anschließend in den Händen zu halten war ein wahrer Genuss. Die Ohrmuscheln fühlen sich angenehm weich an und werden von einer Verschalung aus Plastik und eloxierten Aluminium geschützt. Es macht den Eindruck, als würde es keine internen Schäden oder Probleme geben, sollte es bei einem Wutausbruch, der durchaus beim Zockem mal vorkommen kann, gegen eine Wand oder vom Tisch fliegen.

Das Mikrofon scheint stabil gebaut und lässt sich problemlos so biegen wie man es vor seinem Mund haben möchte. Das relativ dicke Kabel des Headsets hat eine angenehm weiche Gummierung, die allem Anschein nach einige Male vom Stuhl überrollt werden kann, ohne einen ersichtlichen Schaden aufzuweisen. Der Klinkenstecker am Headset selbst ist relativ tief im Headset versteckt und verankert sich gut. Es kann also nicht versehentlich das Kabel herausgerissen werden oder ein Bruch an der Buchse oder am Stecker auftreten.

Insgesamt scheint der Ersteindruck vom MMX-300 sehr edel, wohl durchdacht, robust und gemütlich.

 

Nach längerem Nutzen…:

… hat sich der Ersteindruck bewahrheitet. Das MMX-300 ist sehr komfortabel zu tragen. Auch nach gut acht Stunden stört es weder an den Ohren noch merkt man Druckstellen. Das Gewicht ist angenehm und ist nicht zu schwer. Nach einiger Zeit lässt sich dies zwar spüren, doch dürfte dies die wenigsten stören. Klangtechnisch ist das Headset unangefochten.

Manche Studiokopfhörer der gleichen Preiskategorie hören sich nicht besser als das MMX-300 an, was in sich schon ein großer Erfolg ist. Höhen und Tiefen können einwandfrei und ohne Komprimierung gehört werden. Frequenzen, bei denen andere Headsets einfach nichts senden, kommen aus den Kopfhörern des MMX-300 noch immer satt. Die Ohrmuscheln blockieren, wenn das Headset Töne sendet, die Außenwelt fast vollkommen. Wenn man also auf Abruf ist oder oft auf die Außenwelt achten muss, wie zum Beispiel bei Eltern, ist das MMX-300 nicht die beste Wahl, außer man setzt es nur halb auf.

Das Mikrofon ist einwandfrei. Mit meinem Shure SM58 Mikrofon bin ich schon relativ verwöhnt gewesen, was die Qualität des Mikrofons angeht. Doch sogar das Shure SM58 hatte bei mir Hintergrundgeräusche, weshalb ich die Rauschunterdrückung von Windows aktiviert hatte. Nicht so mit dem MMX-300. Rede ich nicht, kommt kein Knacken, kein Rauschen, kein Fiepen am Computer an. Anfangs wunderte ich mich, ob ich das Mikrofon nicht doch gemutet habe, da sich sogar auf Dauersenden im TeamSpeak keiner beschwerte. Es ist jedoch keine intern eingebaute Rauschunterdrückung, da es nicht herunter regelt, sollte ich einen Ton länger halten. Zum Test habe ich einen Ton 15 Sekunden lang gehalten, die Rauschunterdrückung von Windows hätte schon nach 2 Sekunden den Ton ins nichts herunter reduziert – das MMX300 tat dies nicht. Somit ist davon auszugehen, dass das Mikrofon wirklich so gut ist.

Den Klinkenstecker musste ich in das Headset fast schon reindrehen. Es ist eine sehr solide Konstruktion, die gut durchdacht wurde. Doch muss auf folgendes aufgepasst werden: Aufgrund der straffen Konstruktion kann es sein, dass man zwar denkt das Headset angeschlossen zu haben, doch in Wahrheit steckt der Stecker nur fest, ist aber nicht eingesteckt. Etwas mehr Druck und eine leichte Drehung garantieren, dass der Stecker sitzt und sich dort auch nicht freiwillig wegbewegt. Dennoch ist er lose genug drin, dass weder Kabel noch Headset etwas zustößt sollte man versehentlich auf dem Kabel stehen und aufstehen.

Am Kabel selbst ist eine kleine Steuerungseinheit aus Plastik, auf der man die Lautstärke der Kopfhörer einstellen, sein Mikrofon mit einer Taste stummschalten und einen eingehenden Anruf annehmen kann. An diesem Schaltkästchen liegt auch meine größte Kritik. Sollte dem MMX-300 ein Schaden zukommen, dann wird dieser wahrscheinlich genau dort auftreten. Viel lieber wäre es mir gewesen, wenn das Kästchen auch aus eloxiertem Aluminium bestünde, einfach um mehr Sicherheit zu geben. Auch ist es für meine Verhältnisse nicht am richtigen Ort angebracht. Ich greife immer eine Handbreit zu tief und hangele mich dann am Kabel herauf, bis ich zur Steuerungseinheit komme. Dies kommt jedoch sicher mit der Zeit.

Alles in allem ist dies jedoch schon Meckern auf hohem Niveau. Das Kästchen wurde gut in das Kabel integriert und hält einiges an Zug aus.

 

Fazit:

Alles in allem ist das MMX-300 ein stabiles, gemütliches, klangstarkes Headset, das seinesgleichen sucht. Musik und Spielsounds wie Steps heben sich klar und scharf ab. Um einen herum könnte vieles passieren, ohne dass es das Spiel stört. Das Mikrofon ist solide, das Kabel hält viel aus. Das MMX-300 ist das ideale Premium Headset für die, die die gute alte “Made in Germany“-Qualität haben wollen und kein blinkendes, blitzendes, überdesigntes Headset. Zwar sind 299€ ein stolzer Preis, doch ist das MMX-300 jeden Cent Wert, da es, bei guter Behandlung, einem Spieler über Jahre treu dienen kann.