EST Podcast

EST 82: SK Gaming nach 20 Jahren so stark wie nie – Martin Marquardt

Trotz seines schwierigen Stands, pflegt der Esport eine reiche Tradition hierzulande. Zu den wenigen Originalen, die ihren Ursprung hier in Deutschland haben, zählt auch SK Gaming, welches vor allem mit seinem Counter-Strike: Global Offensive beeindruckende Erfolge feiert. Doch auch in Vainglory und Hearthstone ist das Team stark aufgestellt und verfügt über einige der Top-Spieler. Dementsprechend freuen wir uns, wieder einmal Martin Marquardt, SK’s Head of Mobile Gaming, begrüßen zu dürfen. Wir hatten Martin bereits Mitte Februar im Podcast und seitdem hat sich einiges getan.

Alles für die Spieler, alles für den Club

Obwohl sein Schwerpunkt immer noch auf der Betreuung der Vainglory-Spieler liegt, kümmert sich Martin mittlerweile um alle Pros von SK. Das schließt natürlich auch die Jungs des CS:GO-Team ein als auch die Hearthstone-Profis Zetalot und AKAWonder. Er begleitet unter anderem seine Schützlinge auf Events, managt Budgets und plant den Trainingsschedule mit dem Vainglory-Coach.

Natürlich ist sein Aufgabenbereich kein einfacher Achtstundenjob und fordert Martin im Grunde 24/7, da immer etwas zu tun ist. Diesen Umstand nimmt der ehemalige WarCraft-Spieler jedoch gerne in Kauf. Immerhin weiß er, dass er bei einem der Marktführer arbeitet, die Großes im Esport schaffen.

Die Zukunft von Vainglory

Im Bereich Mobile Gaming scheint sich auch einiges zu tun. Der Markt wird mittlerweile von Titeln überflutet, die das MOBA-Prinzip versuchen auf mobilen Geräten umzusetzen. Oft geraten die Hersteller mit Riot in Konflikt, da es sich oft um offensichtliche Kopien von League of Legends handelt. Vainglory setzt da eher auf eigene Ideen und versorgt das Spiel fortlaufend mit neuem Content. Martin ist daher sehr zuversichtlich, dass SK sein Engagement beibehalten und die Dominanz in der Szene ausbauen wird.

Zum 20-Jährigen Jubiläum

Kaum zu glauben, aber SK Gaming feiert in diesem Jahr 20-jähriges Bestehen! Was 1997 als Schroet Kommando in Oberhausen begann, ist mittlerweile eine millionenschwere globale Brand. Das CS:GO-Squad konnte in letzter Zeit drei von vier grßen Turnieren gewinnen, auch die anderen Games sind mit Topspielern ihrer Szenen besetzt. Wo wird es in Zukunft hingehen? Im Podcast verspricht Martin eine große Überraschung zum Jubiläum. Wir sind gespannt wo es hingeht.

 

EST 81: Die Entstehung der VaingloryLeague – Tomek Borowka

Vainglory ist ein Mobiles MOBA vergleichbar mit League of Legends oder Heroes of the Storm. Vainglory wurde von Super Evil Megacorp 2014 veröffentlicht und genießt sehr gute Bewertungen in den Appstores. Erhältlich ist es für Android und iOS.

Der in Bremen geborene und in Düsseldorf lebende Tomek Borowka, der Wirtschaftsrecht an einer Westphälischen Hochschule studierte, war schon damals ein Gamer, der jedoch anfänglich nicht groß in die Öffentlichkeit trat und arbeitet für Super Evil Megacorp.

Alltag eines Esport Koordinators

Der Alltag eines Esport Koordinators ist sehr vielfältig. Tomek ist in vielen verschiedenen Projekten für Vainglory eingespannt. Organisation der Gamescom und dem Auftritt von Vainglory auf dieser, Zusammenarbeit mit den Professionellen Teams, Präsentation des Spieles auch bei großen Firmen bei Amazon und vieles mehr. Langweilig wird es als Koordinator sicher nicht.

Mit Nintendo fing alles an

Anfänglich spielte er auf dem Gameboy und generell hat er viel von Nintendo gespielt. Doch lernte er dann über Counter-Strike die Welt der Computerspiele kennen. Auch noch heute spielt er Counter-Strike aktiv im Ranked. Das einzig andere Spiel, dass momentan gespielt wird ohne online zu sein ist Zelda: Breath of the Wild.

Aufbau der VGL Learning by doing

Als Tomek Vainglory sah war es ihm klar: Vainglory wird der neue Hit. Als er gerade Sport war kam ihm die Idee für das Spiel, dass zu dieser Zeit noch nicht released war. Ende 2014 gründete er dann die VGL und veranstaltete Turniere. Doch damals war er noch unerfahren und stürzte sich in etwas komplett unbekanntes. Anfänglich gab es noch keinen Zuschauermodus, so war das eigentliche 3v3 Spiel nur noch ein 2v2. Die dritten standen jeweils AFK in der Base, mit diesen wurde dann zugeschaut und gestreamt.

Der Entwickler schaltete sich ein

Es dauerte nicht lange bis sich der Entwickler bei Tomek meldete und positives Feedback gab. Gemeinsam wurde geschaut was man tun kann. Anfänglich war er Contractor und so kam es dazu, dass er bei Super Evil Megacorp im Team einen Platz gefunden hatte. Das ganze begann über Skype mit seiner Cheffin, nachdem er in das Vainglory Forum eine Einladung zum Turnier postete.

Wie schaut die Zukunft aus?

Weiterhin will Tomek für Vainglory weiterarbeiten. Er will offen sein für die nächsten Jahre in Europa. Wirklich eine klare Vision hat er dabei nicht, sondern einfach „nur“ für Vainglory weiterzuarbeiten und in die Zukunft zu bringen. Innerhalb der nächsten Jahre sieht er sich nicht die Branche zu verlassen.

Warum Mages besser als Autohitter sind oder warum die Gamescom besser als die E3 ist erfährst du am Ende des Podcasts.

Live Podcast:

EST 80: „Digitalisierung nur mit uns“ – Dustin Hoffmann von Die PARTEI

Esport und Politik, verträgt sich diese Mischung? Was kann die Politik tun, um den Esport in Deutschland zu fördern? Sind diejenigen, die am Hebel sitzen, nicht zu weit vom Thema entfernt? Mit Dustin Hoffmann (ja, das ist sein echter Name!) haben wir heute ein politisches Schwergewicht zu Gast.

Er ist als parlamentarischer Mitarbeiter die rechte Hand vom Die PARTEI-Vorsitzenden Martin Sonneborn in Brüssel und kennt daher die Mühlen der Politik wie seine Anzugtasche. Mit seiner Erfahrung im Europa-Parlament und seiner Zocker-Vergangenheit vereint er zwei verschiedene Welten.

Bescheidene Anfänge

Dustin gehört wie viele andere Menschen seiner Generation zu den leidenschaftlichen Gamern. Im Interview entpuppt er sich als richtiger Dota-2-Fan und kann es nicht lassen, Martin, unserem LoL-Verfechter, die ein oder andere Spitze zu geben. Wir reden mit ihm natürlich über seine frühesten Gaming-Erfahrungen und wie sich diese auf seine Karriere ausgewirkt haben.

Nur Wahlkampf?

Viele Menschen müssen sich in der Politik den Vorwurf des Populismus gefallen lassen. Wie viel Wahlkampf steckt also im plötzlichen Interesse am Esport? Dieser Frage geht Hoffmann mit uns sachlich auf den Grund und analysiert für uns das Tagesgeschäft der Politik.

Was macht seine Partei konkret für den Esport? Auch darüber reden wir mit dem gebürtigen Berliner. Die PARTEI möchte beispielsweise die Digitalisierung Deutschlands vorantreiben. Persönlich empfindet Dustin den Stand von Progamern und Streamern hierzulande problematisch, die von veralteten Strukturen benachteiligt werden.

Hören Politiker überhaupt zu?

Oft hat man den Eindruck, dass Politiker nicht richtig zuhören oder schlecht informiert sind. Ein Paradebeispiel dafür ist wohl die Killerspiel-Debatte, die in letzter Zeit zum Glück abgeflaut ist. Woran liegt das, besonders im Hinblick auf das kompetitive Gaming? Und wird sich mit Angela Merkels Auftritt bei der gamescom etwas für uns Gamer ändern?

Wer bei diesem Podcast reine Satire erwartet wird leider enttäuscht sein. Dustin begegnet dem Thema Esport auf ernsthafte Weise, natürlich ohne seine humorvolle Art zu verbergen. Esport-Fans und Leuten, die noch nichts mit professionellem Gaming zu tun hatten, ist diese Episode gleichermaßen zu empfehlen!

Erfahre mehr über Dustin und die Partei:

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Live vom Stream:

EST 79: Virtual Reality im Esport? mit Robert Fankhänel

Unseren heutigen Gast begrüßen wir schon zum zweiten Mal zum Esport-Talk. Es handelt sich dabei um einen wahren Kenner der Esport-Szene und einen sehr aktiven Akteur. Robert Fankhänel, auch bekannt als Fankhi, war einer der Strippenzieher hinter dem Esport Club München.

Mittlerweile hat sich Robert auf zu neuen Ufern gemacht und leitet heute seine eigene Firma. Diese hört derzeit noch auf den Namen Fankhi UG, in Zukunft soll aber ein fetziges Branding für mehr Identität sorgen. Worum es sich dabei handelt, erfahrt ihr natürlich im Podcast, aber so viel sei verraten: Fankhi hat sich viel Knowhow ins Boot geholt.

Esport muss anerkannt werden

Fankhi geht es vor allem um die Anerkennung von Esport als Sport-Art(en). Er prangert vor allem an, dass Deutschland im internationalen Vergleich sehr rückständig ist. Dies betrifft nicht nur den elektronischen Sport, sondern auch die Digitalisierung im Allgemeinen.

Daher ist es wichtig, dass Vereine und Organisationen sich stark machen und vor allem auch Politiker darauf aufmerksam machen. Wie in früheren Episoden bereits angesprochen, muss der Kampf um die Anerkennung auf mehreren Ebenen geführt werden.

Virtual Reality im Esport?

Robert ist ein richtiger Tausendsassa und setzt sich auch mit neuen Technologien auseinander. Gerade Virtual Reality könnte dabei das nächste große Ding im Esport werden. Von VR könnten nicht nur die Spieler von einem intensiveren Erlebnis profitieren, sondern auch die Zuschauer.

Bis sich das durchsetzt mag zwar noch das ein oder andere Jahr ins Land ziehen. Dennoch könnte dies eine nicht allzu wirklichkeitsentfernte Zukunftsvision sein. Wir dürfen gespannt sein.

Diskussionsthemen

Für die Diskussionsrunde haben wir uns ein paar ganz besondere Themen ausgesucht. Ist der Steam-Summer-Sale eher hinderlich für die Spielentwicklung als förderlich? Wie sieht es mit Doping im Esport aus? Und ist das aktuelle Interesse der Politik am Esport nur eine Wahlkampftaktik?

Fankhi entpuppt sich in unserem Gespräch immer wieder als Visionär, der jedoch auch nicht die Realität aus den Augen verliert.

EST 78: Talente und Nachwuchs im Esport – mit Max Brömel

Eine der größten Debatten rund um den Esport scheint die Frage zu sein, ob es sich dabei um Sport handelt. Wie der Name unserer Lieblingsbeschäftigung schon suggeriert, gibt es mindestens Schnittpunkte. In unserer heutigen Folge haben wir Max Brömel zu Gast, der mit seinem Projekt Mentori Esport weiter in die Richtung traditioneller Sportarten rückt.

Mit seinen 22 Jahren ist Max zwar noch sehr jung, bringt jedoch überaus viel Erfahrung aus dem Sport mit. Er stammt, wie er selber sagt, aus einer Leistungssportfamilie. Sowohl sein Vater als auch sein Bruder sind aktive Wintersportler und kümmern sich um den Nachwuchs und Talente. Kein Wunder also, dass Max die Idee kam, mit Mentori seine beiden Leidenschaften verbindet.

Nachwuchsförderung in Deutschland

Mentori macht sich dabei eine ganz entscheidende Marktlücke hierzulande zu Nutze. Gerade in der Nachwuchs- und Talentförderung hinkt Deutschland immer noch hinterher. Daher versucht das Unternehmen, Strukturen zu etablieren und jungen Spieler beiseite zu stehen, die gerne im Esport aktiv werden wollen.

Dabei geht es vor allem darum, Trainingsphilosophien und Strukturen aus dem traditionellen Sport zu übernehmen und diese auf den Esport zu übertragen. Das Mentori-Team erfreut sich dabei großem Knowhow, da Max nicht nur von einem kompetenten Team, sondern auch von seiner Familie unterstützt wird.

Ernährung im Esport

Die richtige Ernährung ist für Max demensprechend wichtig. Viele junge Spieler vergessen nämlich, dass zu guten Leistungen im Esport auch ein gesunder Körper gehört. Zwar gibt es immer wieder prominente Gegenbeispiele, dennoch sind die Vorteile gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung nicht von der Hand zu weisen.

Max vertritt damit die gleiche Auffassung wie andere Organisationen, die Esport fördern. Gerade der FC Schalke 04 predigt diese Philosophie immer wieder.

Esport als Erlebnis

Abgesehen von den körperlichen und mentalen Eigenschaften des Esport, ist für Max auch der Fankult sehr wichtig. Die Atmosphäre, die auf Esport-Events herrscht, ist der auf Fußballspielen nicht unähnlich. Die Stimmung trägt nämlich viel dazu bei, ein Gemeinschaftsgefühl zu etablieren, welches wichtig für das Selbstbild des Esport ist. Wenn Max Leuten den Begriff Esport erklären müsste, würde er sie am liebsten auf Events mitnehmen, um ihn zu erleben.

Erfahre mehr über Max Brömel:

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Live Podcast:

EST 77: Mindset hat uns den Sieg gekostet – Alex „ALGO24“ Goller

Nachdem wir in den letzten Podcasts hauptsächlich Manager, Vertreter von Esport-Organisationen und Politiker begrüßen durften, haben wir heute wieder einen Progamer zu Gast. Mit gerade einmal 16 Jahren zählt er zu den ganz Großen seiner Szene und hat schon einiges an Erfahrung gesammelt. Die Rede ist natürlich von Alex „ALGO24“ Goller vom World of Tanks-Team OOPS.

Das Team durfte kürzlich bei den War Gaming League Finals in Moskau teilnehmen. Zwar unterlag OOPS im Viertelfinale letztlich den späteren Turnierzweiten DiNG mit 7-2, dennoch ist die Teilnahme an dem Event für die Giraffen als ein Erfolg zu bewerten.

Auf der großen Bühne

Was uns natürlich am meisten interessiert: Wie ist es, bei so einem Turnier vor gut 12.000 Leuten um 300.000 Dollar zu spielen? Sicherlich ist der Druck immens, vor allem wenn man noch nicht allzu viel Erfahrung als Progamer gesammelt hat. Gibt es für das Team auch psychologische Betreuung oder übernimmt diese Aufgabe der Coach?

Alex gibt interessante Einblicke in seine Erlebnisse zum Besten und erzählt uns begeistert vom Fansupport, den sie vor Ort in Russland erfahren durften.

Früh übt sich

Natürlich ist Alex noch kein Vollzeitspieler. Mit 16 Jahren muss er Schule und Gaming unter einen Hut bekommen. Doch wie überzeugt man seine Eltern davon, nebenbei professionell Panzer fahren zu dürfen? Wie bei den meisten Pros, die früh angefangen haben, ist der Weg natürlich zunächst problematisch gewesen.

Doch als sich herausstellte, dass Alex nicht nur ein Hobby verfolgt, sondern auch Geld mit seinem Spiel verdient, stieg die Akzeptanz der Eltern. Trotzdem kommt für sie immer noch die Schule zuerst, was natürlich verständlich ist. Auch das soziale Leben musste etwas in den Hintergrund treten, als Alex die Entscheidung traf, professionell zu spielen. Zwar muss er dadurch viele Kompromisse schließen, scheint damit jedoch sehr zufrieden zu sein.

Ein Blick in die Zukunft

Top 8 bei der Weltmeisterschaft und noch kein Ende in Sicht. Mit einem jungen talentierten Team ist OOPS dazu prädestiniert, eines Tages einen großen Titel zu gewinnen. Wir sprechen mit Alex natürlich auch über die Zukunft seines Teams und wo er sich selber in ein paar Jahren sieht.

 

Live Podcast:

EST 76: „Olympia braucht Esport“ mit Markus Bonk

Mysterious Monkeys ist einer der aufstrebenden Sterne in Deutschlands Esport-Szene. Das Team konnte bereits zweimal die ESL Meisterschaft für sich entscheiden und hat nun sogar einen LCS-Spot. Wer wäre da besser für einen ordentlichen Esport-Talk geeignet als CEO Markus Bonk?

Gaming = Jugendkultur?

Wir reden mit Markus unter anderem über den schweren Stand, den Esport scheinbar immer noch in unserer Gesellschaft innehat. Obwohl die Szene sich seit Jahren im Wachstum befindet, geht es gesamtgesellschaftlich nur schleppend voran. Dementsprechend wichtig ist daher die Arbeit der Vereine und Teams wie den Monkeys, um mehr Aufmerksamkeit für das Thema zu generieren.

Dennoch weiß er auch, dass Firmen andere Interessen in dem Bereich haben als Vereine. Trotz ähnlicher Ziele, haben die verschiedenen Parteien innerhalb des Esport unterschiedliche Auffassungen.

Esport wird immer unabhängiger

Dabei geht es Markus gar nicht mehr so sehr darum, dass Esport in der Gesellschaft anerkannt wird. Er vertritt den Standpunkt, dass Gaming bereits so groß ist, dass es nicht mehr um Anerkennung kämpfen muss. Er ist im Gegenteil davon überzeugt, dass sich der Mainstream auf das wettkampforientierte Spielen zu bewegen wird. Esport brauche nicht Olympia, sondern umgekehrt, so seine These.

Ein harter Alltag

Diese Unabhängigkeit auf mehreren Ebenen hat jedoch einen hohen Preis. Der Zeitaufwand ist für Bonk enorm. Er arbeitet nämlich nicht wie andere acht Stunden am Tag, sondern praktisch rund um die Uhr. Einfälle und Kreativität lassen sich nun mal nicht zeitlich einschränken.

Dennoch scheint sich der Mehraufwand zu lohnen, wenn man sich das Portfolio ansieht. Seine Arbeit beschränkt sich nicht nur auf die Arbeit als Mysterious Monkey CEO. Darüber hinaus ist er auch für seine Event-Consulting-Agentur Ad Hoc Gaming verantwortlich.

Natürlich dürfen in so einem Podcast Geschichten aus dem Nähkästchen fehlen. Wer schon immer wissen wollte, wie die Jungs von MM trainieren, welche Herausforderungen sie zu meistern haben und was Lego mit Bonks Esport-Karriere zu tun hat, sollte auf jeden Fall reinhören.

EST 75: SONDERAUSGABE – Podiumsdiskussion vom eBarock

In unser 75. Episode begrüßen wir euch herzlich zu einer Sonderausgabe des Esport-Talk! Martin moderierte beim eBarock in Ludwigsburg eine äußerst spannende Podiumsdiskussion  mit vielen spannenden Gästen. Mit von Partie waren Michael Bister von der ESL, Daniel Luther vom ESB Marketing Netzwerk, Uta Allenstein vom Leipzig eSports e.V. sowie Kevin Rudolf von der Deutschen Sporthochschule Köln und Prof. Dr. Steffen Schaal der PH Ludwigsburg.

Die Runde erläuterte eine Vielzahl spannender Themen in ihrer Diskussion. Wie definiert sich überhaupt Sport und greift diese Definition auch für den Esport? Bedarf es überhaupt einer Anerkennung als Sport?

Das Henne-Ei-Dilemma im Esport

Ein Problem, welches aus dieser Fragestellung resultiert ist, dass Esports-Vereine nicht als gemeinnützig anerkannt werden, da sie nicht als Sport-Vereine anerkannt werden. Eine Anerkennung als Sport ist jedoch auch nicht möglich, da diese Vereine nicht als gemeinnützig gelten bzw. keine derartigen Strukturen vorweisen können. Was kann man also tun, um dieses Henne-Ei-Problem zu lösen?

Auswirkungen auf die Spieler

Auch andere Aspekte verkomplizieren die Durchsetzung von Esport. Welche Auswirkungen hat das Training auf die Spieler? Gibt es positive Effekte im wirklichen Leben? Und wie sieht es mit den Gefahren von Sucht und Bewegungsarmut aus? Das Klischee, welches in den Medien bedient wird, stellt Gamer immer noch als nerdige, übergewichtige Verlierer dar. Doch trotz des abzulehnenden Stereotypus gibt es auch ganz reelle Negativeffekte, die eintreten können.

Esport gleich Sport?

Eine weitere große Hürde ist die Definition, welche Spiele als Esport-Disziplin gelten und welche nicht und wer darüber bestimmen dürfte. Könnten beispielsweise auch nur einzelne Disziplinen anerkannt werden?

Auf viele dieser Fragen gibt es so viele Sichtweisen wie Gesprächspartner in unserer Runde. Dennoch sind diese Ansätze überaus wichtig für die gesamte Esport-Szene, da sie ihre Entwicklung in den nächsten Jahren prägen werden.

Zudem sorgen die vielen interessanten Gäste für zahlreiche Einblicke hinter den Kulissen im Esport. Wer sich also regelmäßig über diese Themen Gedanken macht oder bisher noch nie darüber nachgedacht hat, ist in diesem Podcast bestens aufgehoben.

Uta Allenstein

Dr. Uta Allenstein
Gründerin Leipzig eSports e.V.

Michael Bister ESL

Michael Bister
Head of ProGaming Germany bei Turtle Entertainment GmbH /ESL

Daniel Luther

Daniel Luther
Digital ESB Marketing und eSport-Consultant

Dr. Steffen Schaal

Prof. Dr. Steffen Schaal
Studiendekan der Fakultät für Kunst- und Naturwissenschaft der PH Ludwigsburg

Kevin Rudolf

Kevin Rudolf
Wissenschaftlicher Mitarbeiter der deutschen Sporthochschule Köln

EST 74: „Esport ist Sport“ – Hans Jagnow und Philip Brülke

Wie bringt man den Esport voran? Diese Frage stellen sich täglich Menschen die hauptberuflich oder ehrenamtlich in der Branche arbeiten. Ein nicht unwesentlichen Teil dieser Arbeit übernehmen Vereine, die sich dem Thema widmen. Auch heute haben wir wieder die Vertreter eines Vereins im Podcast, die sich unseren Fragen stellen.

Hans Jagnow und Philip Brülke sind im Vorstand des 1. Berliner eSport-Club e.V. und berichten uns von der Gründung und den Zielen ihres Vereins.

Formale Hürden

Die Gründung des Vereins hatte besonders große Hürden, was Formalitäten anging. Bei den Ämtern ist Esport nicht nur Neuland, es wird teilweise sogar wie ein Phantasma behandelt. Daher mussten Philip und Hans viel Überzeugungsarbeit leisten und Sachverhalte immer wieder neu erklären.

Dies zeigt, wie schwer sich die Gesellschaft noch mit dem elektronischen Sport tut. Während der Esport in anderen Ländern offiziell anerkannt wurde, scheitert es in Deutschland schon an den einfachsten Formalien.

Verantwortung übernehmen

Dabei ist es für den Verein besonders wichtig, sich der gesellschaftlichen Verantwortung zu stellen. Als Aushängeschild möchten sie aufklären und vor allem eine Anlaufstelle für Gamer bieten. Dabei ist es auch essentiell, die Eltern minderjähriger Spieler mit ins Boot zu holen. Denn diese haben oft kein Verständnis für das Hobby ihrer Kinder und wissen nicht, was dahintersteckt.

Die Berliner versuchen ihre Spieler, wo es geht, zu fördern. Dabei sind auch Kooperationen mit dem Magdeburger eSports e.V. und PENTA förderlich. Gerade letztere bieten mit ihren Esport-Leistungszentren eine ausgezeichnete Infrastruktur.

Esport in der Politik

So wichtig die Arbeit eines Vereins auch ist, sie ist nur eine Option zur Förderung des Esport. Daher ist Hans Jagnow politisch engagiert und versucht dem Thema auf dieser Ebene eine Stimme zu geben. Der angehende Jurist ist Mitglied der Grünen und ihm geht es vor allem um die Anerkennung von Esport als Sport.

Mit schlüssigen Argumenten legt Hans dar, was Esport mit Rennsport gemeinsam hat, warum der Vergleich mit Schach eine eher schlechte Wahl ist und wie das Stresslevel beim Zocken als Pro-Argument funktionieren kann.

Weiter Infos zu unseren Gästen und 1. Berliner Esport Club e.V.:

Hans auf Twitter

Philip auf Twitter

Webseite von 1. Berliner Esport Club e.V.

Live Podcast:

EST 73: „Charakter wichtiger als Skill“ – Oliver Hinrichs

Die Professionalisierung schreitet im Esport immer weiter voran. Dennoch gibt es noch viele Baustellen, die es zu betreuen gilt. Unser heutiger Gast ist quasi seit der Geburtsstunde des Esport dabei und hat daher viel Ahnung von dieser Thematik. Oliver Hinrichs ist der Team-Koordinator von EURONICS Gaming und begann seine Gaming-Karriere 1999. Seitdem hat der Familienvater viel erlebt und bringt einen reichen Erfahrungsschatz mit in den Podcast.

Neue Spieler

Olivers Hauptaufgabe bei EURONICS besteht praktisch darin, neue Spieler und Streamer für das Team zu akquirieren und ihnen den Rücken freizuhalten. Dies beinhaltet auch viel Arbeit an den „Grassroots“. Oliver beobachtet aufsteigende Spieler und Streamer sehr genau und muss evaluieren, ob sie in das Konzept von EURONICS passen. Dabei spielt vor allem der Charakter eines Spieler eine wichtige Rolle, die sogar noch entscheidender als der Skill sein kann.

Dies fängt bei Recherche im Internet an, weitet sich aber auch oft auf Besuche auf Messen aus. Obwohl er die Arbeit nicht als Vollzeitbeschäftigung ausüben kann, ist er dennoch mit viel Leidenschaft bei der Sache.

Traum und Realität

Viele junge Gamer haben eine sehr romantische Vorstellung vom Esport-Business. Einfach spielen und reich und berühmt werden ist jedoch nur ein Teil dieses Berufes. Vielmehr gehört auch regelmäßiges Training und gutes Zeitmanagement im reellen Leben dazu. Dies wird von vielen jüngeren Spielern vergessen, die sehr unrealistische Vorstellung vom Progamer-Leben haben.

Auch die Altersgrenzen der Spiele können zu Problemen mit neuen Gesichtern führen, gerade wenn diese eigentlich zu jung für das Spiel sind. Daher findet es Oliver wichtig, auch die Eltern der Newcomer mit ins Boot zu holen. Diese fungieren oftmals als Manager und können ihre Kinder vor schweren Fehlentscheidungen schützen.

Organisationen als Vorreiter

Die großen Gaming-Organisationen könnten bei der Förderung eine ganz besondere Rolle spielen. Oliver würde sich wünschen, dass gerade die großen Namen der Szene professionell den Nachwuchs betreuen, diese nicht nur als Spieler, sondern auch als Marken aufbauen. Dies kann nicht nur ein Garant für Qualität sein, sondern bietet auch den Spielern mehr Möglichkeiten. Mit dem nötigen Ernst, könnte sich der Esport größere Anerkennung in der Gesellschaft erarbeiten.

Erfahre mehr über Oliver und Euronics Gaming:

Oliver auf Twitch

Webseite von Euronics Gaming