League Of Legends Guide

Der Jungle-Guide für Anfänger

Willkommen bei diesem kleinen Jungle Guide. Hier werden ich euch die Basics des Spiels als Jungler beibringen. Da das Thema ein sehr großes und ausführliches ist, werde ich hier nicht auf Details eingehen, dafür könnt ihr euch auf einen Advanced Guide freuen! Doch fangen wir erstmal mit der wichtigsten Frage an:

Was ist ein Jungler eigentlich?

Der Jungler ist eine Ausnahme zu der Regel. Anstatt auf einer festen Lane spielt, navigiert er durch den Raum zwischen den Lanes und gewinnt sein Gold und seine Erfahrung hauptsächlich durch die Monster, die dort ihre Lager haben (die sogenannten „Camps“).

Seine Aufgabe ist es, die Lanes mit tatkräftiger Hilfe zu unterstützen und die gegnerischen Champions mit Überraschungsangriffen, den sogenannten „Ganks“, zu stören.

Warum überhaupt als Jungler spielen?
Der Rolle des Junglers zeichnet sich vor allem durch einen starken Einfluss auf das Spiel und einen hohen Grad an Komplexität aus. Neue Spieler werden sich vielleicht durch die Vielfalt an strategischen Möglichkeiten abgeschreckt oder überfordert fühlen, aber ein guter Jungler zu werden bringt nicht nur viel spielerische Vielfalt mit sich, sondern auch eine Menge Spaß und Abwechslung.

Wie spiele ich den Jungler?
Die grundlegenste Sache beim Jungeln ist der Beschwörerzauber „Smite“ oder auch „Zerschmettern“, wie er auf Deutsch genannt wird. Mit diesem richtet man bei den Camps viel Schaden an, erhält zusätzliche Erfahrungspunkte und kriegt eine Portion seines Lebens wieder, um im Jungle durchzuhalten und schneller voranzukommen. Ebenso erlaubt dieser Beschwörerzauber das Kaufen der Jungle-Items, die ebenfalls beim Vorankommen helfen und den Beschwörerzauber in seinen Eigenschaften verändern, dazu später mehr. Man beginnt stets bei dem Blue- oder Red-Buff, da diese genügend Erfahrung geben, um nach dem Camp ein Level-up zu erhalten. Dabei hilft normalerweise der Champion der näheren Lane, der sogenannte „Leash“.

Nach dem ersten Camp beginnt dann das Planen der Route, mit der man durch den Jungle gehen will. Dabei muss immer situationsbedingt geplant werden. Wenn man auf schnelles Leveln und einen schnellen Fortschritt hinaus ist, so macht man einen ganzen Clear (man vernichtet also jedes einzelne Camp in seinem eigenem Bereich des Jungels) und geht dann zurück in die Base um das Item weiter auszubauen. Kommt man unterwegs in die Lage, dass man nur noch wenig Leben hat oder der Gegner Camps gestohlen hat, so geht man früher zurück. Sieht man unterwegs die Chance zu ganken, so sollte man diese nutzen, doch dazu kommen wir nun.

Welche Items kaufe ich als Jungler?

Als Jungler beginnst du stets mit der Machete des Jägers oder dem Talisman des Jägers. Die Machete kaufst du nur in seltenen Fällen, also verlasse dich erstmal darauf, den Talisman des Jägers zu kaufen. Dazu gönnst du dir am besten ein paar Heiltränke, sodass du loslegen kannst. Das erste, was du tust, ist deinen Talisman dann in eins der speziellen Jungler Items auszubauen.

Die Klinge des Pirschers verändert Smite, sodass du es auf gegnerische Champions anwenden kannst. Damit verursachst du kleinen absoluten Schaden und stiehlst ihnen 2 Sekunden lang 20% von ihrem Lauftempo. Das ist genau das Richtige, falls du Probleme damit hast, deinen Feinden hinterher zu kommen und falls du bei Ganks eine extra Portion an Kontrolle haben möchtest. Zusätzlich hat dieses item wie jedes andere Jungle-Item zusätzlich den Effekt „Zahn und Klaue“, wodurch du an den Monstern im Jungle mehr Schaden verursachst und für zwei Sekunden Bonus-Angriffstempo bekommst.

Das Messer des Wilderers ist das einzige Jungler-Item, das nicht deinen Smite verändert. Dafür hat dieses Item jedoch die aktive Fähigkeit, dich kostenlos Wards setzen zu lassen. Dies ist das Item deiner Wahl, wenn du wert darauf legst, viel Sicht und Kontrolle über das Feld zu haben.

Der Säbel des Plänklers  gibt deinem Smite die Fähigkeit, Gegner zu markieren. Während die Gegner markiert sind werden sie aufgedeckt und deine normalen Angriffe verursachen drei Sekunden lang zusätzlichen Schaden. Ebenso wird ihr Schaden an dir um 20% reduziert. Dieses Item ist für dich das richtige, wenn du viel Wert auf Duelle legst und bei diesen einen kleinen Vorteil haben möchtest.

Zusätzlich gibt es noch vier Verfügbare Verzauberungen für deine Jungler Items.

Blutschnitter gibt dir 50% Angriffstempo und bewirkt dass deine normalen Angriffe zusätzlich 4% des Maximalen Lebens des Ziels als normalen Schaden verursachen. Blutschnitter wird vorallem auf Champions gekauf,t die mit Angriffsgeschwindigkeit arbeiten, um die Passive gut nutzen zu können.

Glutkoloss gewährt dir 300 Leben und dazu nochmal 20% zusätzliches Leben. Ebenso wie die anderen besitzt es eine Passive-Fähigkeit, hier ist es „Brennen“. Dadurch verursachst du magischen Schaden an Gegnern in deiner Nähe, der abhängig von deiner Stufe ist. Glutkoloss wird meist auf Tanks gebaut, damit sie schon früh richtig viel Schaden einstecken können.

Runenecho gewährt dir 7% Lauftempo und 60 Fähigkeitsstärke. Dazu hat es die Passive „Echo“. Diese passive Fähigkeit lädst du durch Bewegungen oder Zauber auf. Bei 100 Ladungen verbrauchst dein nächster Schaden verursachende Zauber alle Ladungen und richtet 60 (+10% deiner Fähigkeitsstärke) zusätzlichen magischen Schaden am Erstgetroffenen Gegner an.

Ebenso beschwörst du bis zu drei kleine Blitze, die nächstgelegene Gegner anvisieren und ebenso einen kleinen Teil an Schaden anrichten. Runenecho wird von Champions verwendet, die von Fähigkeitsstärke profitieren, da die 60 Fähigkeitsstärke und der Echo-Effekt einen deutlichen Vorteil darstellen.

Krieger ist die einzige Verzauberung ohne Passive. Sie gewährt dir 60 Angriffsschaden und 10% Abklingzeitverringerung. Krieger ist beliebt bei Champions, die hohen Attack-Damage austeilen wollen und damit diesen damit schon früh erhöhen.

Mit weiteren Items beschäftigen wir uns dann in einem weiteren Guide.

Welchen Champ spiele ich für den Anfang?

Du bist sicher schon gespannt darauf endlich anzufangen, doch wir haben noch garnicht darüber gesprochen, mit welchen Champs du einfach üben kannst. Ich würde dir einfache und mechanisch simple Champs empfehlen wie „Warwick“ oder „Master Yi“. Beide werden dir gute Dienste leisten, auch wenn sie im späteren Spiel nicht mehr die stärksten sind. Da die beiden jedoch aufgrund ihrer Fähigkeiten sehr lange im Jungle bleiben können, sind sie wohl mit die besten Champs, um das Ganze zu üben. Danach solltest du auf aktuellere Champions wie „Sejuani“, „Cho Gath“ oder auch „Shyvana“ wechseln. Achte bei deinem Spiel immer darauf, dich in kleinen Schritten zu verbessern, soddass du dich kontinuierlich steigerst.

Was ist meine Aufgabe im Late Game?

Im Late Game, also der letzten Spielphase, geht es vorallem um Teamfights und Unterstützung für das Team. Hier musst du darauf achten, welche Art von Champion du spielst. Bist du zum Beispiel ein Tank, wie Sejuani oder Zac, ist deine Aufgabe das Engagen, also das Initiieren von Teamfights, indem du den Gegner angreifst und ihn zu einem Kampf zwingst. Dabei solltest du stets darauf achten, möglichst viel Schaden von deinen Carrys fernzuhalten und sie so am Leben zu halten.

Spielst du hingegen einen Assasinen wie Kha Zix oder Rengar ist es deine Aufgabe Ziele mit wenig Resistenzen oder Leben auszuschalten. Das sind meistens die AD Carrys und die Midlaner. Dabei solltest du nicht zu tief in einem Teamfight zu stehen, da du selbst wenige Resistenzen haben wirst und so ebenso wenig aushälst. Wenn du dich für einen Bruiser wie Xin Zhao entschieden hast, ist deine Aufgabe eher gemischt. Du hilfst dabei, die Teamfights zu initiieren und bist dann dafür zuständig im Teamfight Schaden anzurichten so gut es geht. Hierbei solltest du vor allem die Champions bevorzugen, die hinter den Tanks stehen, um die Damage Dealer zu erwischen.

Im Endeffekt spielst du im Late Game deinen Champion so wie du ihn auch auf einer anderen Lane spielen würdest, mit dem Unterschied, dass du stets ein Auge auf den Baron und die Drachen haben solltest und sie nach Möglichkeit und Risiko stets für dein Team sichern solltest. 

Das war es erstmal mit diesem kleinen Guide. Ich hoffe ihr hattet viel Spaß beim Lesen und ich hoffe, ich habe den Anfängern unter euch ein kleines Stück weit geholfen, das Spiel besser zu verstehen und selbst ein besserer Spieler zu werden.

Ultra-Poke Pantheon | How to Play: Pantheon TopLane | feat. Kirito

Mein heutiger Sensei ist David Koppmann auch besser bekannt als Kirito! Er ist professioneller League of Legends Spieler bei Attempting to Reconnect und nimmt dort die Position des Top-Laners ein. Nicht nur zeigt er mir wie ich bis zum Anschlag mit Pantheon rasieren kann, auch gehen wir auf das neue Runen System ein das uns die Pre Season beschert hat. Viel Spaß und hoffe ihr könnt was lernen. 🙂

Wie werde ich Progamer in League of Legends?

Viele träumen davon eines Tages auch ein Progamer zu sein. Es ist ein wunderschöner Traum mit seinem Hobby, Gaming, sein täglich Brot verdienen zu können. Einmal die Chance erhalten mit anderen bekannten Größen auf einer gewaltigen Bühne zu stehen, zehntausende schauen auf das Team, welches gemeinsam zum Pokal geht, um diesen unter tosendem Jubel anzuheben.

Ein wahrlich schöner Traum, der für viele ein Traum bleiben wird, oder nicht? Wie wird man eigentlich Progamer? Worauf muss ich achten? Worauf achten die Coaches? Wie kann ich es schaffen entdeckt zu werden, um der nächste Rivale von Faker zu werden? Wie gründe ich mein eigenes Team, um als Newcomer die Szene zu stürmen?

https://www.flickr.com/photos/eslphotos/ 16626959670/in/album-72157650891973367/ Foto: Helena Kristiansson

Der Traum eines Progamers beginnt nicht, wie manche wohl denken würden, im Spiel selbst. Es beginnt beim Spieler.

„Ich achte auf Work Ethic und Attitude, bevor ich mich an seine VoD’s / Replays setze. Es ist wichtig, dass man die richtige Einstellung mitbringt. Viele Teams priorisieren diese zwei grundlegenden Attribute.“ – Chris „MoSiTing“ Würger, Head Coach von 1907 Fenerbahçe Esports.

Work Ethic ist der Willen, Zeit und Herzblut in die Sache zu investieren. Auch wenn es sich für viele wie ein Hobby anfühlt, wird es für einen professionellen Spieler zum Beruf. Viel Freizeit und auch Sozialleben muss geopfert werden, um wirklich gut zu werden. Man muss bereit sein, sein komplettes Gameplay zu ändern, um es teamfähiger zu gestalten, was sich sehr vom Spiel in der SoloQ unterscheidet. Professioneller Spieler ist ein Beruf wie jeder andere Sport. Fußballer haben einen Trainingsplan, Leichtathleten müssen konstant üben, damit sie ihr Niveau halten und genauso muss es ein Spieler im Esport auch.

Attitude ist nicht minderwichtig. Ein Spieler kann noch so gut sein, wenn er die falsche Attitude an den Tag legt, ist er seinem Team essenziell nutzlos, da er das Team wahrscheinlich herunterzieht. Spieler mit der falschen Attitude werfen das Team aus der Balance, bringen es zum Tilten und sind Gift für die Zusammenarbeit. Die richtige Attitude ist vergleichbar mit der Prise Salz im Kuchen. Ohne schmeckt es einfach nicht – und wer will schon einen Kuchen der nicht schmeckt?

Ein guter Spieler braucht Ruhe und eine professionelle Distanz zum Spielgeschehen, um einen kühlen Kopf bewahren zu können. Er muss die eigenen Fehler erkennen, des Weiteren muss er aufmerksam und empathisch mit seinen Kameraden umgehen. Das bedeutet, dass man die Fehler der anderen nicht ankreidet, sondern Kritik eher wie einen freundlichen Tipp verpacken sollte. Auch soll man nicht die eigenen Fehler zu oft während des Spieles erwähnen, damit im Team keine Unsicherheit aufkommt.

https://www.eslgaming.com/article/csgo-and-lol-matches-set-esl-german-national-championship-finals-1954

Game Knowledge ist auch sehr wichtig, weil sich diese über die Dauer, die man das Spiel schon spielt, ansammelt. Sicher, sie kann zum Teil beigebracht werden, jedoch eignet man sich den deutlich größeren Teil durch rohe Spielzeit an. Die Intuition, wann ein Gegner jetzt genau was macht. Dieser sechste Sinn für das Spielgeschehen ist nicht zu lernen. Man muss es im Blut haben und das geht nur durch viele, viele Stunden, die man mit dem Spiel verbracht hat.

Am wenigsten wird auf den rohen Skill des Spielers geachtet. Sicher, Skill ist enorm wichtig. Wenn der Spieler noch so gut in allen anderen Punkten ist, aber dafür spieltechnisch nichts auf dem Kasten hat, bringt es auch nicht viel. Jedoch kann man Skill trainieren. Als professioneller Spieler macht man genau das. Trainieren wie ein echter Sportler. Folglich wird von Coaches darauf weniger geachtet.

In einem neu gegründeten Team muss man auf andere Dinge achten und die Erwartung von vornherein niedrig halten. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Zu bedenken ist auch, dass man anfangs nicht davon leben können wird. Man muss sich erst einen Bekanntheitsgrad erspielen, um auch Invites zu bekommen. Zuvor muss man immer über den Qualifier gehen, und das ist auf die Dauer mühselig.

Den Anfang machen die meisten Sqauds in der EPS. Über die EPS kann man sich für die LCS qualifizieren und sobald man das geschafft hat, kann man vom Esport leben. Bevor man gut genug ist, um sich in der EPS zu behaupten, muss man Scrims mit anderen Teams vereinbaren. So wird untereinander und miteinander trainiert. Jeder profitiert ein bisschen. Doch ohne den Traum gleich wieder platzen lassen zu wollen: Es ist immer noch deutlich wahrscheinlicher, dass man einiges an Zeit in der EPS verbringt und eine ganze Weile kein Geld verdienen wird. Die meisten Teams, auch wenn sie noch so viel Potential haben, lösen sich schnell wieder auf, weil der sofortige Erfolg nicht gegeben ist. Durchhaltevermögen ist gefragt.

Der beste Tipp für ein Newcomer Team ist:

„Sie sollten sich nicht so leicht entmutigen lassen, da ein gutes Macrogame Zeit braucht. Jedoch sollten sie auch ehrlich gegenüber ihren Leistungen sein und schauen, ob sie Fortschritte machen. Auch müssen sie die Teamstimmung nach Niederlagen überprüfen.“ – Christian „Mantik“ Kopf.

Vielen Dank an

Chris „MoSiTing“ Würger, Christian „Mantik“ Kopf und Yakup „GeeM“ Özipek für die Hilfe. Ohne Euch wäre dieser informative Guide nicht möglich gewesen.