Die ESL Meisterschaft begleitet uns schon viele Jahre, und schenkte dem Zuschauer und einigen Teams viele unvergessliche Momente. Doch ist das System nicht perfekt und verbesserungswürdig. Markus Bonk, der CEO von Mysterious Monkeys, Kevin Westphal, der CEO von Euronics Gaming und Stephan Barth, der stellvertretende Chef von ALTERNATE aTTaX, diskutieren.

Zurück zu den Wurzeln – Vom Cup zurück zur Liga

In den letzten Jahren gab es in der ESL ein Cup-System. Dies war ein Nachteil für die Teams, da diese sich bis zum Achtelfinale nicht auf auf ihre Kontrahenten vorbereiten konnten. Das Problem war für die Profis recht groß, obwohl es für die Zuschauer es sicherlich interessant  war, da es Cups mit vielversprechenden Turnierbäumen gab.

Nun wird auf das Ligasystem wieder eingeführt, welches deutlich interessanter sein wird. Es wird über einen längeren Zeitraum mehr Content zu sehen geben und mehr Dynamik unter den Teams entstehen. Auch werden die Teams sich aufeinander vorbereiten können, um interessantere Spiel abzuliefern. Insgesamt wird den Teams somit mehr Zeit auf dem großen Bildschirm gegeben.

ESLM Struktur – Sinnvoll neue Spiele zu integrieren?

Das implementieren neuer Spiele ist schwierig, da der Posten des Produktmanagers vor kurzem erst neu besetzt wurde und sich somit erst neu orientiert werden muss. Auch hinkt die ESLM im internationalen Vergleich hinterher. So wird die LCS zum Beispiel von RIOT selbst stark subventioniert, um den Esport besser aus der Sicht der Organisationen zu unterstützen. So wäre es vielleicht besser, dass die ESLM das, was sie momentan hat, in die eigenen Strukturen investiert, bevor sie mehr und mehr Spiele integriert.

Auch gibt es Probleme mit den Publishern von den Esport-relevanten Spielen. Immer mehr Publisher, wie zum Beispiel Ubisoft mit Rainbow Six: Siege Blizzard mit Overwatch und Psyonix mit Rocket League, bilden ihre eigenen Turniere abseits der ESL.

Daher wird es schwieriger Turniere ohne die Publisher abzuhalten, da diese sich wohl nur ungern Konkurrenz zu den eigenen Events heranzüchten. Blizzard ist hier ein Paradebeispiel, wenn es um kompromisslose Kontrolle der eigenen Marken geht. In der Overwatch League wurden viele Rahmenbedingungen vom Hersteller diktiert, die unter anderem auch einige Teams zum Rebranding zwangen.

Wenn ihr mehr zu den Teilnehmern erfahren wollt, folgt ihnen auf Twitter!

Markus Bonk

Kevin Westphal

Stephan Barth

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